Die Jungen Unternehmer
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radiX, Texte

Alles Öko?

Positionen der Ökologischen Linken
Juni
1994

Bis in die 70er Jahre hinein war Ökologie ein beschauliches Teilgebiet der Biologie. Dann entstand eine Bewegung mit hundertausenden von AktivistInnen und SympathisantInnen. 1972 wurde der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) gegründet, im Kampf gegen das Atomkraftwerk im badischen (...)

DIE JUNGEN UNTERNEHMER
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Zweck: Interessenverband
Vorsitz: Sarna Röser[1]
Gründungsdatum: 1950
Mitgliederzahl: 1500
Sitz: Berlin
Website: www.junge-unternehmer.eu

Die Jungen Unternehmer (Eigenschreibweise DIE JUNGEN UNTERNEHMER) ist ein Wirtschaftsverband, der sich als Interessenvertretung für junge Familien- und Eigentümerunternehmer versteht. Er ist eine nicht rechtsfähige Unterorganisation des Unternehmerverbands Die Familienunternehmer und wurde 1950 als Bundesverband Junger Unternehmer (BJU) gegründet. Der Verband tritt nach eigenen Angaben für eine Soziale Marktwirtschaft ein, in der Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit stärker Beachtung finden, und engagiert sich für bessere Rahmenbedingungen für junge Gründer und Unternehmensnachfolger in Deutschland.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband gliedert sich in eine Bundesebene, zehn Landesbereiche und 46 Regionalkreise. Sitz der Bundesgeschäftsstelle ist Berlin.[2] Neben der wirtschaftspolitischen Interessenvertretung fördert er den unternehmerischen Austausch vor Ort und bietet fachspezifische Seminare an.[3]

Seit März 2018 ist Sarna Röser Bundesvorsitzende. Sarna Röser ist designierte Nachfolgerin ihres Vaters Jürgen Röser, der im 1923 gegründeten Familienunternehmen Zementrohr- und Betonwerke Karl Röser & Sohn GmbH in Mundelsheim geschäftsführender Gesellschafter ist. Sie ist u. a. Mitglied der Geschäftsleitung der Röser FAM GmbH & Co. KG, ein zum Familienverbund gehörendes Unternehmen.[4] Sarna Röser sagt: „Ich möchte die Stimme der jungen Unternehmer zum Strahlen bringen. Bildung, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Unternehmensnachfolge und Gründertum heißen die Themen, die ich anpacken will“[5].

Bundesvorsitzender war von September 2015 bis März 2018 Hubertus Porschen, Gründer und Geschäftsführer der iConsultants GmbH, die den internationalen Online-Marktplatz App-Arena.com betreibt.[6] Seine Vorgänger waren Lencke Steiner (2012–2015) und Marie-Christine Ostermann (2009–2012).[7] Hauptgeschäftsführer ist Albrecht von der Hagen. Mitglieder des Verbandes sind Unternehmer (Inhaber oder Gesellschafter) im Alter bis zu 40 Jahren aus unterschiedlichen Branchen.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gründung und Innovation: Der Verband setzt sich für einen Wandel des Gründerklimas in Deutschland ein.[8] Um junge Unternehmen vor hohen Bürokratiekosten zu bewahren, fordert der Verband eine möglichst weitgehende Befreiung von bürokratischen Lasten im Jahr der Gründung und in den darauf folgenden drei Jahren, beispielsweise durch eine verbindliche Auskunft im Steuerrecht für neugegründete Firmen.[9] Außerdem schlagen Die Jungen Unternehmer steuerrechtliche Änderungen vor, um Eigenkapitalbildung zu fördern und die private Finanzierung von Start-Ups zu stärken. Darüber hinaus unterstützt der Verband die Einführung eines besonderen Börsensegments für junge Unternehmen, um Investitionen in Start-Ups für Investoren attraktiver zu machen.[10]
  • Rente: Der Verband tritt für eine generationengerechte Gestaltung der sozialen Sicherungssysteme ein, die sich dem demografischen Wandel in Deutschland anpasst. Ein Vorschlag des Verbands ist die feste Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung.[11] Scharfe Kritik haben Die Jungen Unternehmer am Rentenpaket der Großen Koalition und der Belastung kommender Generationen durch die Rente mit 63 geübt.[12]
  • Haushalt: Der Verband spricht sich für eine nachhaltige Haushaltspolitik bei Bund, Ländern und Kommunen aus, die nachfolgenden Generationen ausreichend finanziellen Handlungsspielraum lässt. Zu den Forderungen des Verbands zählen ein generelles Neuverschuldungsverbot sowie verbindliche Ziele für den Schuldenabbau.[13][14] Im Sommer 2013 startete der Verband die Tour der Generationengerechtigkeit in sieben deutschen Städten, bei der mit Riesen-Wippen symbolisch auf die Belastung der jungen Generation durch die hohe Staatsverschuldung und die Schieflage der sozialen Sicherungssysteme hingewiesen wurde.[15]
  • Bildung: Der Verband will die ökonomische Bildung an Schulen in Deutschland stärken und fordert daher eine bessere Einbindung von aktuellen unternehmerischen und wirtschaftlichen Themen im Unterricht. Eine Forderung des Verbands ist die Schaffung eines eigenständigen und verpflichtenden Schulfachs „Wirtschaft“ an allen allgemeinbildenden weiterführenden Schulen.[16]
  • Europa: Der Verband fordert die stärkere Beachtung des Prinzips Risiko und Haftung in der Europapolitik und setzt sich für Subsidiarität ein. Permanente Transferzahlungen und eine Vergemeinschaftung der Staatsschulden auf europäischer Ebene werden strikt abgelehnt.[17] Den Tag der Abstimmung im Bundestag zum erweiterten Rettungsschirm am 29. September 2011 bezeichnete der Verband als schwarzen Tag für den deutschen Steuerzahler und künftige Generationen.[18]

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schüler im Chefsessel: Das 1980 begonnene Bildungsprojekt Schüler im Chefsessel soll Jugendlichen ein lebendiges Bild des Unternehmertums und des Firmenalltags vermitteln. Es findet als Wettbewerb unter Schülern der Oberstufe statt. Die Schüler begleiten einen Unternehmer einen Tag lang und lernen hierbei die typischen Abläufe in einem Unternehmen kennen. Über ihren Praxistag schreiben die Schüler Aufsätze, die von einer regionalen Jury bewertet werden. Im Rahmen der Initiative Deutschland – Land der Ideen unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wurde das Projekt als Ausgewählter Ort 2009 ausgezeichnet.[19][20]
  • Seitenwechsel: Seit 2007 veranstaltet der Verband jährlich das Projekt Seitenwechsel, um den inhaltlichen Austausch von Politik und Wirtschaft zu fördern. Junge Bundestagsabgeordnete sind für einen Tag bei jungen Unternehmern zu Gast, um sich einen Eindruck von deren Betrieben und den wirtschaftlichen Abläufen dort zu verschaffen. Dabei erläutern die Unternehmer ihren Gästen auch die konkreten Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf die betriebliche Praxis.[21]
  • Klubs: Im Verband gibt es drei Klubs, deren Projekte und Veranstaltungen sich an bestimme Personengruppen richten. Im Klub der Gründer werden Seminare und Vorträge zu allen relevanten Gründerthemen angeboten. Der Klub der Junioren veranstaltet Seminar-Wochenenden zu Themen wie Führung, Rhetorik oder Management für Kinder von Familienunternehmern. Der Klub der Nachfolger bietet Austauschmöglichkeiten für junge Menschen, die bereits Verantwortung im Familienunternehmen übernehmen.[22]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.junge-unternehmer.eu
  2. http://www.junge-unternehmer.eu/vor-ort.html
  3. http://www.junge-unternehmer.eu/veranstaltungen.html
  4. DIE JUNGEN UNTERNEHMER: Sarna Röser folgt auf Hubertus Porschen. Abgerufen am 12. Juli 2018.
  5. Inga Michler: Jungen Unternehmer: BJU setzt auf Sarna Röser an der Spitze. In: DIE WELT. 9. März 2018 (welt.de [abgerufen am 12. Juli 2018]).
  6. Anja Müller: Hubertus Porschen folgt auf Lencke Steiner. In: Handelsblatt, 4. September 2015. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  7. Aktueller Bundesvorstand des Verbands. Abgerufen am 7. September 2015.
  8. Jung-Unternehmerin Lencke Wischhusen fordert Gründer. In: B.Z., 16. August 2014
  9. Pressemitteilung des Verbands zum Anti-Bürokratie-Papier der Bundesregierung (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.junge-unternehmer.eu. Abgerufen am 7. Januar 2015
  10. Pressemitteilung des Verbands zum Markt 2.0 (Memento des Originals vom 8. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.junge-unternehmer.eu. Abgerufen am 7. Januar 2015.
  11. Pressemitteilung des Verbands zur Rentendebatte (Memento des Originals vom 19. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.junge-unternehmer.eu. Abgerufen am 19. Januar 2015.
  12. Große Koalition zettelt Krieg der Generationen an. In: Handelsblatt, 3. April 2014.
  13. Positionspapier des Verbands zur Haushaltspolitik@1@2Vorlage:Toter Link/www.junge-unternehmer.eu (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Abgerufen am 26. Januar 2015.
  14. Pressemitteilung: Zeitbombe Staatsverschuldung jetzt entschärfen! (Memento des Originals vom 18. Mai 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.junge-unternehmer.eu. Abgerufen am 26. Januar 2015.
  15. Demo für Schuldenbremse. In: Rheinische Post, 2. August 2013.
  16. Für ein Schulfach Wirtschaft. In: Mittelbayerische Zeitung, 4. August 2014.
  17. Positionsseite des Verbands zur Europapolitik. Abgerufen am 9. Februar 2015.
  18. Euro-Votum des Bundestags – Krasse Fehlentscheidung. In: Handelsblatt, 29. September 2011.
  19. Projektwebseite „Schüler im Chefsessel“. Abgerufen am 29. April 2014.
  20. Familiärer Umgang zwischen Boss und Mitarbeitern. (Memento des Originals vom 11. Februar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fnp.de In: Frankfurter Neue Presse, 28. April 2012.
  21. Projektwebseite „Seitenwechsel“. Abgerufen am 11. Februar 2015.
  22. Webseite der drei Klubs im Verband. Abgerufen am 11. Februar 2015.