Franziskus von Streng
Beiträge
Context XXI, Heft 8/2004

Kaum christliche Nächstenliebe

Dezember
2004

Dass sich die Schweizer Kirchen wenig um das Schicksal der jüdischen Flüchtlinge aus NS-Deutschland kümmerten, erstaunt nicht. Auch in der Schweiz war Antisemitismus immer wieder zentrales Element christlich-konservativer Ideologien und prägte die damalige Politik entscheidend mit. Es waren sowohl (...)

Franziskus von Streng (* 27. Februar 1884 in Fischingen TG; † 7. August 1970 in Solothurn) war römisch-katholischer Bischof von Basel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Thurgauer Nationalrats besuchte 1895 bis 1903 das Gymnasium Stella Matutina der Jesuiten in Feldkirch. Nach einem Studium in Löwen, Paris, Innsbruck und Luzern empfing er am 12. Juli 1908 die Priesterweihe. Von 1908 bis 1919 war er Vikar an der Dreifaltigkeitskirche in Bern. 1919 wurde er Pfarrer an der Kirche St. Clara in Basel, wo er u. a. 1936 sein Werk Das Geheimnis der Ehe herausgab.

1936 wurde Franziskus von Streng von Papst Pius XI. zum Bischof von Basel ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 24. Januar 1937 in der St. Ursenkathedrale der damalige Apostolische Nuntius der Schweiz, Filippo Bernardini.

1942 gab er das Gesang- und Gebetbuch Laudate und 1947 einen überarbeiteten Katechismus heraus. Er wurde mit der Ehrendoktorwürde der Universität Innsbruck geehrt und nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil.

Am 3. November 1967 trat er mit 83 Jahren von seinem Bischofsamt zurück, wurde von Papst Paul VI. zum Titularbischof von Obbi ernannt und war danach noch Apostolischer Administrator in Basel.

Franziskus von Streng wurde 1964 Grossoffizier des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Mitbegründer der Komturei Solothurn.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Rittertum ist heute lebendiger Glaube“, Solothurner Zeitung, 28. September 2014
VorgängerAmtNachfolger
Joseph AmbühlBischof von Basel und Lugano
1937–1967
Anton Hänggi