Stephan Marks
Beiträge
Grundrisse, Nummer 3

Die 68er Bewegung – Versuch einer Darstellung

Teil 1
September
2002

Es gibt geschichtliche Ereignisse, die keine Theorie vorhersehen kann. Marx ging davon aus, daß die Revolution zuerst in den fortgeschrittensten Ländern losbrechen würde. Die Machtergreifung der Bolschewiki jedoch erforderte massive theoretische Anstrengungen, neue Überlegungen und neue (...)

Stephan Marks (* 1951) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Marks studierte Politikwissenschaft, Psychologie und Neue Geschichte. Er promovierte in Sozialwissenschaft über C. G. Jung und Politik. Er bildete sich weiter zum Supervisor und ist Autor zahlreicher Sachbücher und Aufsätze. Fünf Jahre lebte er in Nordamerika. Von 1993 bis 1998 war er Geschäftsführer des Zentrums für Weiterbildung und Hochschuldidaktik der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Er leitete das Forschungsprojekt Geschichte und Erinnerung (1998–2004), war Gründungsmitglied und langjähriger Vorstandsvorsitzender von „Erinnern und Lernen e. V.“ und war (2007–2013) Sprecher des Freiburger Instituts für Menschenrechtspädagogik. Er ist im Beirat des internationalen Netzwerks Human Dignity und Humiliation Studies an der Columbia University, New York City.[1][2] Er bildet seit vielen Jahren Berufstätige, die mit Menschen arbeiten, zum Thema Menschenwürde und Scham fort: Lehrer, Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Seelsorger, Mediatoren, Psychotherapeuten, Berater, Mitarbeiter im Strafvollzug, Richter, Mediziner, Führungskräfte u. v. a. – vorwiegend im deutschsprachigen Raum und in Lateinamerika.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft (2010, Gütersloher Verlagshaus)
  • Warum folgten sie Hitler? – Die Psychologie des Nationalsozialismus (3. Aufl. 2014, Patmos Verlag)
  • Scham – die tabuisierte Emotion (4. Aufl. 2013, Patmos Verlag)
  • Die Kunst nicht abzustumpfen. Hoffnung in Zeiten der Katastrophen (2012, Gütersloher Verlagshaus)
  • mit Ursula Immenschuh: Scham und Würde in der Pflege. Ein Ratgeber (2014 Mabuse Verlag)

Scham – die tabuisierte Emotion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem zuerst 2007 erschienenen Buch über das Schamgefühl des Menschen analysiert er sowohl Ursachen und Auswirkungen des Schamgefühls, als auch Wege konstruktiv mit dem Schamgefühl umzugehen. Marks meint, ein traumatisches „Zuviel“ an Schamgefühlen („traumatische Scham“) funktioniere ähnlich wie ein Trauma. Der Mensch würde bei akuter Scham auf sein „Reptiliengehirn“ umschalten in den so genannten Überlebensmodus und dabei seien das Denken des Großhirns und die Affektregulierung weitgehend lahmgelegt. Dies sei die neurobiologische Komponente, warum Scham schwerwiegende Folgen haben könne, die das Gehirn zu Abwehrreaktionen greifen lasse. Scham sei ein gleichwertiger Auslöser von Traumata, wie andere Auslöser auch. Im Unterschied dazu ist ein gesundes Maß an Scham („gesunde Scham“) wichtig für die Regulierung von Selbstwertgefühl, Intimitätsgrenzen, Zugehörigkeit und Integrität. Insofern ist diese Scham „die Wächterin der menschlichen Würde“ (Léon Wurmser).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.patmos.de/stephan-marks-a-2839.html
  2. http://www.wuerde-weinheim.de/referenten-vortraege/articles/dr-stephan-marks.html