Krzysztof Michalski
Beiträge
Grundrisse, Nummer 50

Nichts geht mehr

Zum Propagandadebakel der Mainstream Medien im Falle der Ukraine
Mai
2014

Dieser kleine Artikel hat bloß den Anspruch, das bemerkenswerte Debakel der Mainstream Medien rund um die Geschehnisse in der Ukraine zu dokumentieren. Ein Debakel, das in dieser Form und in diesem Ausmaß nicht zu erwarten war. Ich beginne mit einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse. Nachdem (...)

Krzysztof Michalski (* 8. Juni 1948 in Warschau; † 11. Februar 2013 in Wien[1]) war ein polnischer Philosoph und Rektor des 1982 von ihm gegründeten Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krzysztof Michalski schloss sein Studium der Philosophie 1974 an der Universität Warschau mit der Dissertation Heidegger und die gegenwärtige Philosophie ab. 1977 verbrachte er ein Jahr als Humboldt-Stipendiat in Köln, ab 1978 unterrichtete er Philosophie an der Warschauer Universität. 1981/82 war er Stipendiat der Thyssen-Stiftung in Heidelberg und 1982/83 Fellow des Churchill College, Cambridge. 1986 habilitierte er sich an der Universität Warschau mit der Arbeit Logik und Zeit. Versuch einer phänomenologischen Analyse. Ab 1987 lehrte er Philosophie an der Boston University, seit 1994 ebenfalls an der Universität Warschau.

1982 gründete er in Wien das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), dessen Rektor er bis zu seinem Tod war. Das Institut ist ein unabhängiges Institute for Advanced Study auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften. Seit seiner Gründung fördert es den geistigen Austausch zwischen Ost und West, zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie zwischen einer Vielzahl von Disziplinen und Denkrichtungen.

Im Vorfeld der EU-Erweiterung hat Michalski die Europäische Kommission mehrfach beraten, zuletzt als Vorsitzender der Reflexionsgruppe The Spiritual and Cultural Dimension of Europe (2002-04).[2] Er war Vorstandsvorsitzender des Institute for Public Affairs in Warschau[3] sowie Präsident des Netzwerkes der europäischen Institutes for Advanced Study (NetIAS).[4]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien
  • Heidegger i filozofia współczesna. (Heidegger und die gegenwärtige Philosophie). Państwowy Instytut Wydawniczy, Warschau 1978.
    • Russische Ausgabe: Хайдеггер и современная философия. Territoria budushchego, Moskau 2010.
  • Logika i czas. Próba analizy Husserlowskiej teorii sensu. (Logik und Zeit. Versuch einer phänomenologischen Analyse). Państwowy Instytut Wydawniczy, Warschau 1988.
    • Englische Ausgabe: Logic and Time. An Essay on Husserl’s Theory of Meaning. Kluwer Academic Publishers, Dordrecht/ Boston/ London 1996.
    • Russische Ausgabe: Логика и время. Territoria budushchego, Moskau 2010.
  • Płomień wieczności. Eseje o myślach Fryderyka Nietzschego. (Die Flamme der Ewigkeit. Essays zum Denken Friedrich Nietzsches). Znak, Krakau 2007.
    • Englische Ausgabe: The Flame of Eternity: An Interpretation of Nietzsche's Thought. Princeton University Press, 2012.
  • Zrozumieć przemijanie. (Zeit verstehen. Essays). Fundacja Augusta Hrabiego Cieszkowskiego, Warschau 2011.
Als Herausgeber
  • Castel Gandolfo-Gespräche. 8 Bände. Klett-Cotta, Stuttgart 1985–1998.
    • Polnische Ausgabe: Znak und Centrum Myśli Jana Pawła, Warschau/Krakau 2010.
  • Transit – Europäische Revue. Verlag Neue Kritik, Frankfurt a. M. Erscheint seit 1990, bisher 42 Nummern.
  • Conditions of European Solidarity. Band I: What Holds Europe Together? Band II: Religion in the New Europe. CEU Press, Budapest/New York 2006.
    • Deutschsprachige Ausgabe von Band II: Woran glaubt Europa? Religion und politische Kultur im neuen Europa. Passagen Verlag, Wien 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philosoph Krzysztof Michalski verstorben
  2. Cf. The Spiritual and Cultural Dimension of Europe. Concluding remarks, European Commission, Directorate for Social sciences and humanities, Brussels 2005
  3. Institute for Public Affairs
  4. NetIAS
  5. Theodor-Heuss-Preis