Zeitschriften und Zeitungen

Lunapark21

Lunapark21 wird von Menschen gemacht und gelesen, die sich mit gegebenen Zuständen nicht abfinden wollen und sich für eine solidarische Gesellschaft engagieren. Mit schöpferischer Unzufriedenheit wollen wir, die Autorinnen und Autoren, Redaktionsmitglieder und die übrigen Mitarbeitenden Lunapark21 zu einer Zeitschrift machen, die nicht nur in Inhalt und Aufmachung einzigartig auf dem deutschsprachigen Pressemarkt ist, sondern selbst dazu beiträgt, die unhaltbaren gesellschaftlichen Zustände zu ändern.

Ökonomie + Globalisierungskritik = Lunapark21

Im Februar 2008 erschien die erste Ausgabe von Lunapark21. Die Gründung einer linken Zeitschrift – ein kühnes Unterfangen in Zeiten, in denen linke Publikationen ums Überleben kämpfen, in einer Umgebung, in der es einen Gründerboom nur bei prekären Kleinexistenzen und profitablen Hedge Fonds gibt. Es gibt uns nach über sieben Jahren immer noch, eine populär gemachte, gut lesbare Zeitschrift zur Kritik der internationalen kapitalistischen Ökonomie: „Eine andere Welt ist möglich, eine andere Ökonomie ist nötig!“

Basics

Die internationale Ökonomie steckt in einer schweren Weltwirtschaftskrise. Die wachsende Macht von Konzernen & Finanzinstituten mit der Verstärkung internationaler Strukturen, die Freihandel & Globalisierung vorantreiben. Zeitgleich eine verschärfte internationale Konkurrenz zwischen Konzernen & Blöcken. Die Verelendung Hunderter Millionen Menschen kontrastiert mit dem krassen Reichtum einiger Hunderttausend Millionäre & Milliardäre. Eine nie dagewesene Produktivkraftsteigerung geht einher mit hoher Erwerbslosigkeit. Patriarchale Strukturen verbunden mit den „klassischen“ Herrschaftsmechanismen von Kapitalismus & Militarismus unterwerfen verstärkt Frauen wieder den alten & neuen Formen von Ausbeutung & Unterdrückung. Wir erleben eine wachsende Zerstörung der Umwelt und eine neue Phase von Aufrüstung.

Gegenwehr

Gleichzeitig gibt es Anzeichen von verstärkter Gegenwehr. Es bilden sich neue Formen von Widerstand & von antikapitalistischer Kritik. Dem „arabischen Frühling“ folgten studentische Kämpfe in Chile und von niemandem erwartete massenhafte Bewegungen in der Türkei und in Brasilien.

Wirtschaft „von links“

Kurt Tucholsky kalauerte: „Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten“. Seit dem Börsenkrach 1987 haben die großen Nachrichtensender, die TV-Magazine und viele Zeitschriften die Themen Weltwirtschaft, Börse und Konzerne aufgegriffen. Hierzulande gilt „linke Ökonomie“ als Spezialgebiet für Wenige. Wir zeigen alle drei Monate: „Wirtschaft von links“ ist darstellbar.

Form & Inhalt

Ein Charateristikum der momentanen Weltökonomie ist eine extreme Berschleunigung aller Lebensbereiche. Wir haben uns mit Lunapark21 bewußt für ein aufwändig gestaltetes Printmedium entschieden, haptisch, werthaltig und einladend zur innehaltenden Vertiefung. Wir verwenden viel Energie darauf, der weit verbreiteten gestalerischen linken Lieblosigkeit ein Produkt entgegenzustellen, in dem Text und Bild gleichberechtigt zu einem aussagekräftigen und stimmigen Ganzen zusammenfinden. Um den Stellenwert des Visuellen zu unterstreichen, laden wir in jeder Ausgabe Künstlerinnen und Künstler ein, für uns Seiten zu gestalten.

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Lunapark21: Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie

Beschreibung Politische Zeitschrift
Fachgebiet Wirtschaft, Politik
Sprache Deutsch
Verlag Lunapark21 GmbH (DE)
Hauptsitz Berlin
Erstausgabe Februar 2008[1]
Erscheinungsweise vierteljährlich
Verkaufte Auflage 5000 Exemplare
(Mediadaten[2])
Chefredakteur Winfried Wolf
Geschäftsführer Hannes Hofbauer[3]
Weblink www.Lunapark21.net
Artikelarchiv Hefte nach einen dreiviertel Jahr im Volltext zugänglich
ISSN (Print)

Lunapark21 – Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie ist eine seit Februar 2008 erscheinende linke Zeitschrift zum Thema globale Wirtschaft und deren Kritik.

Die viermal jährlich erscheinende Zeitschrift sieht sich dem Motto „Eine andere Welt ist möglich, eine andere Ökonomie ist nötig!“ verpflichtet. Zudem stehen soziale Bewegungen im Fokus der Berichterstattung,[1] Zielpublikum ist die "breite globalisierungskritische Bewegung".[4]

Chefredakteur ist Winfried Wolf. Zur Redaktion gehören Daniel Behruzi, Thomas Fruth, Sebastian Gerhardt, Hannes Hofbauer, Gisela Notz, im Bereich Geschichte und Ökonomie Thomas Kuczynski und für die Gestaltung Bernd Köhler und Joachim Römer. Der Politikwissenschaftler Georg Fülberth betreibt eine regelmäßige Kolumne mit dem Titel „Seziertisch“. Unter den Autoren sind u. a. Hannelore Buls, Gisela Burckhardt, Bärbel Danneberg, Mike Davis, Frank Deppe, Georg Fülberth, Eduardo Galeano, Rolf Geffken, Michael Hahn, Rudolf Hickel, Wolfgang Hien, Martina Kaller-Dietrich, Bernd Köhler, Tomasz Konicz, Stefan Kraft, Hans Jürgen Krysmanski, Thomas Kuczynski, Leo Kühberger, Sabine Leidig, Volker Lösch, Michael Mäde, Mohssen Massarrat, Dominik Müller, Gisela Notz, Günter Pohl, Bernd Riexinger, Rainer Rilling, Beat Ringger, Karl Heinz Roth, Werner Rügemer, Fabian Scheidler, Gerlinde Schermer, Bernhard Schmid, Ingo Schmidt, Conrad Schuhler, Dietrich Schulze-Marmeling, Walter Sittler, Christoph Spehr, Eckart Spoo, Dirk Treber, Peter Wahl, Immanuel Wallerstein, Harald Weinberg und Jean Ziegler.[1] Bislang[5] erschienen fünfzehn Extraausgaben, LP21 Extra genannt zu den Themen:[6]

  • Privatisierungspolitik von Infrastrukturen und Schulen
  • Es gibt eine Alternative: Öko-Sozialismus
  • Daseinsvorsorge & Demokratie

Mehrere Ausgaben widmeten sich dem Thema Verkehr (Nachtzug-Aus, Geschäftsbericht DB AG 2010/2014, DaimlerWelt, S-Bahn Berlin, 20 Jahre Bahnreform, Flugverkehr).

Die Zeitschrift kooperiert mit Linksnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Über uns. Lunapark21 GmbH, abgerufen am 27. März 2018.
  2. Mediadaten. (PDF; 78.49KB) Lunapark21 GmbH, abgerufen am 27. März 2018.
  3. Impressum. Lunapark21 GmbH, abgerufen am 27. März 2018.
  4. Lunapark 21. In: iz3w. Mai 2008, abgerufen am 27. März 2018.
  5. Stand März 2018
  6. extra Archiv. Lunapark21 GmbH, abgerufen am 27. März 2018.