Fritz Glaubauf

Geboren am: 10. Juni 1901

Gestorben am: 9. Mai 1975

Fritz Glaubauf wurde am 10. Juni 1901 in Krupka (Graupen) bei Töplitz-Schönau als Sohn von Ernst Glaubauf und Ida Krasny geboren. Während des Studiums an der Universität Wien tritt er der KJVÖ und später, wie auch sein Zwillingsbruder Hans, der KPÖ bei. Nach seiner Promotion wird er 1925 Funktionär der Komintern und arbeitet zeitweise am Marx-Engels-Institut in Moskau. Im Auftrag der Komintern reist er nach Lateinamerika, ist in Frankreich und den Niederlanden tätig. Ab 1939 wieder in Moskau arbeitet er für die Komintern-Presseagentur, und leitet dann den Komintern Telegraphendienst „Service Universel de Presse“. Ab Juni 1941 betreut er die kommunistischen Auslandskorrespondenten in Moskau und wird 1943 Lehrer im österreichischen Sektor der Antifa-Schule in Krasnogorsk. 1944 übernimmt er die Leitung der zentralen Redaktion für die inoffiziellen „nationalen“ Sender in der Sowjetunion und im Frühjahr 1945 zusammen mit Friedrich Hexmann die Betreuung des „Antifaschistischen Büros österreichischer Kriegsgefangenen“.
1945 kehrt Fritz Glaubauf nach Wien zurück, und wird dort von 1948 bis 1965 Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. 1946 ist er zudem Gründungsmitglied der Journalistengewerkschaft im ÖGB, dort langjährig Vorstandsmitglied und Arbeitsrechtsreferent. Ab 1946 ist er außerdem Redakteur der „Volksstimme“ und von 1949 bis 1953 Sekretär der Parlamentsfraktion „Linksblock“. Nach seiner Pensionierung engagiert er sich in der Schulpolitik. 1966 erhält er das silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Am 9 Mai 1975 stirbt Fritz Glaubauf in Wien.

Beitræge von Fritz Glaubauf
FORVM, No. 176-177

Schändung der Sowjetunion

August
1968

Unser Gewissen drängt uns, die unterzeichneten österreichischen Kommunisten, in aller Klarheit zum Moskauer Abkommen und der sogenannten „neuen Realität“ in der ČSSR Stellung zu nehmen. In Moskau wurde kein Vertrag zwischen gleichen Partnern abgeschlossen. Es war ein Diktat, eine Erpressung an den (...)