Ljiljana Radonić

Aktuell

  • Seit März 2013 APART-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Habilitationsprojekt am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte: „Der Zweite Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen“ [Abstract]
  • Seit 2004 Lehrbeauftragte am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien
  • Dissertation im Mai 2012 mit dem Michael Mitterauer-Preis für Gesellschafts-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte in Wien ausgezeichnet (Hauptpreis)

Frühere Tätigkeiten

  • Im Sommersemester 2015 Gastprofessorin für kritische Gesellschaftstheorie am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 2009-2013 PostDoc-Koordinatorin des interdisziplinären Doktoratskollegs „Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe“ an der Universität Wien

Bildungsweg

  • 6. Nov. 2009 Defensio der Dissertation
  • 2006-2009 Doktorandin am Initiativkolleg „Kulturen der Differenz. Transformationen im zentraleuropäischen Raum“ an der Universität Wien. Dissertationsthema: Krieg um die versöhnende Erinnerung — Vergangenheitspolitische Diskurse in Kroatien zwischen historischem Revisionismus und europäischen Standards. BetreuerInnen: Dieter Segert und Heidemarie Uhl
  • 1/2006 Magistra der Studienrichtung Übersetzen und Dolmetschen, Studienzweig Übersetzen, 1. „Fremdsprache“: Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, 2. Englisch. Diplomarbeitsthema: „Die Sprache des Holocaust in Österreich und Kroatien — Ein terminologischer Vergleich“. Betreuer: Gerhard Budin
  • 4/2004 Magistra der Politikwissenschaft und der Philosophie. Diplomarbeitsthema: „Die friedfertige Antisemitin? Politische Psychologie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus“. Betreuer: Walter Manoschek
Im WWW
Ljiljana Radonić
Beiträge von Ljiljana Radonić
Context XXI, Heft 5-6/2002

Das Richtige im Falschen?

Sexualität und Befreiung bei Adorno und Marcuse
■  Ljiljana Radonić ▪ Heribert Schiedel
November
2002

Angesichts der vor allem unter räsonierenden ApologetInnen des Status quo so beliebten Rede von der permissiven Sexualität, dem Ende der Tabus, ja gar von sexueller Freiheit, erscheint es ein wenig altmodisch, im Anschluss an Freuds Repressionsthese über den Zusammenhang von Zivilisation und (...)

Context XXI, Radiosendungen 2003

Djihad und Judenhass

■  Sendungsgestaltung: Alex Gruber ▪ Ljiljana Radonić
Februar
2003

Über den neuen antijüdischen Krieg. Die Sendung basiert auf einem Vortrag von Matthias Küntzel, gehalten am 30. Jänner 2003 im Jüdischen Gemeindezentrum in Wien.

Context XXI, Heft 8/2002 — 1/2003

Psychoanalyse und Geschlechterverhältnis

■  Ljiljana Radonić
März
2003

Im folgenden geht es nicht darum, Freuds patriarchale Ansichten anzugreifen, obwohl seine Briefe und seine Krankengeschichten aus den 1890er Jahren ein kleiner Katalog von Vorurteilen gegen Frauen sind. Auf der anderen Seite setzte sich Freud für die Rechte der Frauen ein, als einige Analytiker (...)

Context XXI, Heft 4-5/2004

Holocaust und Revisionismus in Kroatien*

■  Ljiljana Radonić
Juni
2004

Der eliminatorische Antisemitismus orientierte sich im Ustascha-Kroatien zwar an deutschen und österreichischen Vorbildern, die Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden wurde aber größtenteils eigenständig durchgeführt. Der Antisemitismus hat in Kroatien keine lange Tradition, denn obwohl (...)

Café Critique, Jahr 2005

10 Jahre Dayton

Ein ethnisch reiner Frieden
■  Florian Markl ▪ Ljiljana Radonić
Juni
2005

Nach Wochen zäher Verhandlungen konnten die amerikanischen Verhandlungsführer der Weltöffentlichkeit am 21. November 1995 auf einer Air Force Base in Dayton, Ohio, den erhofften politischen Erfolg präsentieren. Das Abkommen, auf das sich die Präsidenten Tudjman, Milosevic und Izetbegovic (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Kroatien im Zweiten Weltkrieg und heute

■  Ljiljana Radonić
Mai
2006

Der kroatische Holocaust-Überlebende Zeev Milo, Autor des Buches „Im Satellitenstaat Kroatien. Eine Odyssee des Überlebens 1941-1945 (2002)“, hielt am 2. Mai in Wien einen Vortrag mit dem Titel „Im Schatten des Dritten Reiches. Verfolgung und Vernichtung im Ustascha-Kroatien 1941-1945.“ Im Anschluss (...)

Café Critique, Jahr 2006

Mozart, Freud und Hitler

Die offiziellen Feierlichkeiten in Wien
■  Ljiljana Radonić
Mai
2006

Jubiläen sind eine merkwürdige Sache. Wie schon im „Adorno-Jahr“ 2003 ist auch im Zusammenhang mit Sigmund Freuds 150. Geburtstag zu befürchten, dass sich die Anzahl der Veranstaltungen und Publikationen umgekehrt proportional zu einer vernünftigen Auseinandersetzung mit der Aktualität der (...)

Café Critique, Jahr 2006

Sexualität und Mutterschaft

■  Ljiljana Radonić
Juni
2006

Waren Frauen im „Dritten Reich“ wirklich nur desexualisierte Gebärmaschinen? Über die Geschlechterverhältnisse im Nationalsozialismus. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus war bis zum Ende der achtziger Jahre ein Thema, das in der gesamten Frauenbewegung beinahe ausnahmslos auf eine Art behandelt (...)

Café Critique, Jahr 2016

Gender und Antisemitismus

Weibliche Opfermythen und der (Post-)Feminismus
■  Ljiljana Radonić
Oktober
2016

Café Critique, Jahr 2017

Von der friedfertigen Antisemitin zur queer-theoretischen Post-Zionistin

■  Ljiljana Radonić
April
2017

Vortrag von Ljiljana Radonic.

Beiträge zu Ljiljana Radonić
Café Critique, Jahr 2005

Die friedfertige Antisemitin?

Ein Buch von Ljiljana Radonic
März
2005

In nahezu allen Bereichen des nationalsozialistischen Staates waren Frauen nicht nur als Täterinnen aktiv, sondern zählten zugleich auch zu den Profiteurinnen der Vernichtung: Frauen arbeiteten als Aufseherinnen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, sie beteiligten sich als Ärztinnen an (...)

Context XXI, Jahr 2005

Grundlagen der Gesellschaftskritik

Einführende Veranstaltungsreihe der Studienvertretung Politikwissenschaft
Oktober
2005

Wozu Kritik der politischen Ökonomie? (Florian Ruttner) „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut,“ ist seit längerem der Slogan eines Spots der Wirtschaftskammer Österreich, verbunden mit dem Hinweis darauf, was nicht gemeinsam mit der Wirtschaft wachse: Infrastruktur und Bildung, ja (...)

Context XXI, Heft 5-6/2005

„… Geschlechtsmerkmale bei Juden auffallend häufig verwischt …“*

Eine Entgegnung auf Andreas Peham
Oktober
2005

Der jüdische Monotheismus habe als vergeistigte ‚Vaterreligion’ die Menschheit aus ihrer magisch-omnipotenten Einheit mit der ‚Urmutter’ gerissen, während das Christentum mit der Vergöttlichung des Individuums hinter diesen Schritt regrediert sei und seitdem alles den ‚Narzissmus der Unendlichkeit’ (...)