Michael Scharang

Geb. 1941 in Kapfenberg, Steiermark. Studierte in Wien Philosophie und Theaterwissenschaften, Dr. phil. Neben Hörspielen und Essays veröffentlichte er die Bücher „Verfahren eines Verfahrens“ (1969), „Schluß mit dem Erzählen und andere Erzählungen“ (1970) und „Zur Emanzipation der Kunst“ (1971). Lebt in Wien.

Beiträge von Michael Scharang
FORVM, No. 137

Robert Musils theatralische Sendung

■  Michael Scharang
Mai
1965

Wenn nachstehend abgedruckte Analyse von Robert Musils „Schwärmern“ fürs erste ebenso schwer zugänglich ist wie Musils Stück selbst, mag dies einerseits im Wesen des Stückes begründet sein, anderseits in der geistigen Herkunft des Autors Michael Scharang, der Philosophie und Theaterwissenschaft (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 144

Ein romantischer Faust

■  Michael Scharang
Dezember
1965

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FORVM, No. 155-156

Noch immer keine österreichische Kunst

■  Friedrich Geyrhofer ▪ Michael Scharang
Dezember
1966

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FORVM, No. 164-165

Der räsonierende Kritiker

■  Michael Scharang
August
1967

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FORVM, No. 198/II/199

Sightseeing

■  Michael Scharang
Juli
1970

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FORVM, No. 215/I/II

Vergesellschaftung der Literatur

■  Michael Scharang
November
1971

Gekürzte Fassung einer Rede beim Literatursymposium im Rahmen des Steirischen Herbstes in Graz. Veranstalter: ORF, Studio Steiermark. Teilnehmer: Helmut Heißenbüttel, Wolfgang Bauer, Peter Handke, Michael Scharang. Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 271/272

Einer macht nicht mit

Die Sozialpartner in der Firma Kreis-Bau-AG
■  Michael Scharang
Juli
1976

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Beiträge zu Michael Scharang
FORVM, No. 301/302

Das verlorene Paradies

ARENA — zwei Jahre danach
Januar
1979

Ströme durch die Kaffeehäuser, Klubs, Diskotheken, Arbeitskreise, Universität; durch die Straßen, an den Wochenenden und im Sommer weg von der Stadt, Kulturbetrieb; ein „Suchen“ oder die kleinen „Erfüllungen“. Dabei werden Räume durchstreift und mit Wünschen besetzt. Diese kleinteiligen „Orte“ von (...)

FŒHN, Heft 15

Diese Demokratie ist ein Mißbrauch des Wortes Demokratie.

Mai
1991

Wer Volksvertretung zum Nationalrat sagt, hat noch Probleme mit seiner Sprache. Das Parlament in Wien, der Landtag in Innsbruck: das ist alles Unfug, hat mit uns nichts zu tun, ist milliardenteurer Bluff. Betrug an uns, den wir selbst bezahlen (s. Parteien). Die leeren Parlamentarierbänke haben (...)

Café Critique, Jahr 1999

Mountainbiker kontra Waldläufer

Über Handkes Fahrt nach Serbien und Peymanns Fahrt nach Berlin
Juli
1999

Das Stück spielt „ein Jahrzehnt nach dem vorläufig letzten Krieg in Jugoslawien“: ein amerikanischer und ein spanischer Regisseur wollen gemeinsam einen Film über diesen Krieg drehen. Zu diesem Zweck lassen sie sich in einer Art weltanschaulichem Casting oder theatralischem Hearing die Parteien und (...)

Context XXI, Radiosendungen 2000

Erklärt Österreich II

Vom Postfaschismus zu Jörg Haider
■  Sendungsgestaltung: Robert Zöchling
Dezember
2000

Vom 13. bis 21. Juni 2000 hielten Stephan Grigat und Florian Markl Vorträge in Berlin, Bochum, Wuppertal, Heidelberg, Siegen und Stuttgart, um die gegenwärtige politische Situation in Österreich und die Gesellschaft, die sie ermöglicht, zu erklären. In diesem zweiten Teil der Sendung hören Sie (...)

Context XXI, Heft 7/2002

Hussein statt Sichrovsky

Die FPÖ wurde, was sie war
Dezember
2002

Fast untergegangen im FPÖ-Richtungsstreit ist der Rückzug von Peter Sichrovsky. Dies wohl auch deswegen, weil nach der Abrechnung des ehemaligen Generalsekretärs mit seiner Partei diese nun noch schwerer zu verharmlosen ist. Wenn Sichrovskys Erkenntnis, wonach es sich bei Haiders Agitation um (...)

Café Critique, Jahr 2003

Transformation der postnazistischen Demokratie

Postfaschismus als Begriff der Kritik
 
2003

Einleitung zu Stephan Grigat (Hg.): Transformation des Postnazismus. Der deutschösterreichische Weg zum demokratischen Faschismus. ça ira-Verlag, Freiburg 2003 Während in der Protestbewegung gegen die blau-braun-schwarze Bundesregierung in Österreich oder auch in der Staatsantifa der (...)

Michael Scharang (* 3. Februar 1941 in Kapfenberg, Steiermark) ist ein österreichischer Erzähler, Essayist, Drehbuch- und Hörspielautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Scharang wurde als Sohn einer Arbeiterfamilie in Kapfenberg geboren. Nach Besuch des Gymnasiums studierte er ab 1960 Theaterwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Wien und promovierte mit einer Arbeit über die Dramen von Robert Musil zum Doktor der Philosophie. 1969 kam seine Tochter Elisabeth Scharang zur Welt, die als Regisseurin und Moderatorin beim Radiosender FM4 arbeitet. Michael Scharang lebt und arbeitet in Wien und New York.

Bereits während des Studiums begann Scharang literarische und essayistische Arbeiten zu veröffentlichen, außerdem publizierte er mehrmals in der österreichischen Literatur-Zeitschrift Manuskripte. Er war Mitglied der Grazer Künstlervereinigung „Forum Stadtpark“, Initiator und von 1970 bis 1973 Mitglied des „Arbeitskreises Österreichischer Literaturproduzenten“ und Gründungsmitglied der Grazer Autorenversammlung, aus der er dann 1989 – nach 16-jähriger Mitgliedschaft – wieder austrat. Von 1973 bis 1978 gehörte er der KPÖ an und 1976 gab er die Hälfte des Österreichischen Staatspreises für Filmkunst zur Errichtung des Wiener Kulturzentrums weiter.

Michael Scharang ist ständiger Mitarbeiter und Gastautor österreichischer und deutscher Zeitungen und Zeitschriften (u. a. „Die Presse“, „Profil“, „Der Standard“, „Wespennest“, „konkret“) und gilt als Streiter für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Schriftsteller. Häufig bezieht er in politischen Diskussionen eine Sonderstellung. Er kritisiert den Kapitalismus (er meint, „dass der Kapitalismus nichts taugt und abgeschafft gehört“) sowie die bürgerliche Demokratie („Die bürgerliche Demokratie, Produkt des Nationalstaats ..., muss weg“).[1] Sein besonderes Interesse gilt den Gesellschaftsveränderungen als einer ästhetischen Idee.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 lehnte Michael Scharang die Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien mit den Worten ab: „Von Kindheit an habe ich als ungerecht empfunden, dass körperliche Arbeit weniger geschätzt wird als geistige. Für mich ist eine gute Straßenbeleuchtung ebenso wertvoll wie ein guter literarischer Text.“ Falls Wien „noch das Rote Wien“ sei, werde dies auf Verständnis treffen, schrieb er in einem Brief, der der APA vorlag.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Musil (Dissertation). Wien 1965.
  • Verfahren eines Verfahrens. Neuwied u. a. 1969.
  • Schluß mit dem Erzählen und andere Erzählungen. Neuwied u. a. 1970.
  • Zur Emanzipation der Kunst. Neuwied u. a. 1971.
  • Einer muß immer parieren. Darmstadt u. a. 1973.
  • Charly Traktor. Darmstadt u. a. 1973.
  • Bericht an das Stadtteilkomitee. Darmstadt u. a. 1974.
  • Der Sohn eines Landarbeiters. Darmstadt u. a. 1975 (im selben Jahr von Axel Corti unter dem Titel „Totstellen“ verfilmt).
  • Der Lebemann. München 1979.
  • Der Beruf des Vaters. Stuttgart 1981.
  • Das doppelte Leben. Salzburg u. a. 1981.
  • Harry. Darmstadt u. a. 1984.
  • Die List der Kunst. Darmstadt u. a. 1986.
  • Das Wunder Österreich oder Wie es in einem Land immer besser und dabei immer schlechter wird. Wien u. a. 1989.
  • Auf nach Amerika. Hamburg u. a. 1992.
  • Bleibt Peymann in Wien oder Kommt der Kommunismus wieder. Hamburg 1993.
  • Das jüngste Gericht des Michelangelo Spatz. Reinbek bei Hamburg 1998.
  • Komödie des Alterns. Ein Roman[3], Suhrkamp-Verlag, Berlin 2010 ISBN 978-3-518-42135-2

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über Peter Handke. Frankfurt am Main 1972.
  • Geschichten aus der Geschichte Österreichs 1945 – 1983. Darmstadt u. a. 1984.

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ansprache eines Entschlossenen an seine Unentschlossenheit. Regie: Dieter Carls. HR, NDR, SDR, 1971.
  • Geschichte zum Schauen – über ein Hörspiel zum Schauen. SDR, 1971.
  • Bericht vom Arbeitsamt. NDR, 1972.
  • Das Glück ist ein Vogerl. WDR, 1972.
  • Die Fragestunde. Köln: WDR, 1972.
  • Anschlag. Regie: Claus Villinger. SDR, 1973.
  • Einer muß immer parieren. WDR, 1973.
  • Warum die kluge Else, die kluge Gretel und das Katerlieschen vorderhand Lesbierinnen sein wollen. Regie: Hans Rosenbauer. NDR, SFB, 1973.
  • Woran ich denke, wenn ich das höre WDR, 1973.
  • Was gibt's denn da zu reden. 1974.
  • Der Beruf des Vaters. Regie: Otto Düben. SDR, WDR, 1975.
  • Was passieren kann, wenn man den Prinzen Eugen zum Leben erweckt. ORF Burgenland, 1975.
  • Die Einen stehen im blühenden Alter – die Anderen im blühenden Geschäft. Regie: Otto Düben. NDR, 1977.
  • Harry. Eine Abrechnung. Regie: Michael Scharang. ORF Wien, 1988.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein Verantwortlicher entläßt einen Unverantwortlichen. TV-Film. ORF, 1972.
  • Totstellen – Der Sohn eines Landarbeiters wird Bauarbeiter und baut sich ein Haus. Kino- und TV-Film. Drehbuch: Michael Scharang. Regie: Axel Corti. ORF, Schönbrunn Film, WDR, 1974.
  • Der Lebemann. TV-Film. Drehbuch (nach seinem gleichnamigen Roman): Michael Scharang. Regie: Axel Corti. ORF, WDR, 1979.
  • Das doppelte Leben. TV-Film. Drehbuch: Michael Scharang. Regie: Georg Lhotsky. ORF, WDR, 1981.
  • Die Kameraden des Koloman Wallisch. TV-Film aus der Reihe "Das Beste aus Europa". Drehbuch, Regie: Michael Scharang. ORF, ZDF, 1984.
  • Eine Heimkehrergeschichte. TV-Film. Drehbuch, Regie: Michael Scharang. ORF, WDR, 1985.
  • Parallele. TV-Film. Drehbuch: Aleksander Marodic, Michael Scharang. ORF, Slowenisches TV, 1988.
  • Mein Mörder. TV-Film. Drehbuch: Michael Scharang, Elisabeth Scharang, 2005

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cegienas de Groot: Arme Menschen. Zur Darstellung der existentiellen und gesellschaftlichen Position des Menschen bei den österreichischen Autoren Gerhard Roth, Michael Scharang und Gernot Wolfgruber. Olms, Hildesheim u. a. 1988. (= Germanistische Texte und Studien; 28) ISBN 3-487-09085-6
  • Michael Scharang. Hrsg. v. Gerhard Fuchs u. Paul Pechmann. Literaturverl. Droschl, Graz u. a. 2002. (= Dossier; 19) ISBN 3-85420-612-7

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1973: Michael Scharang. Eine Produktion des Südwestfunks/Fernsehen/Baden-Baden (14 Minuten). Buch und Regie: Klaus Peter Dencker

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Scharang: Zur Lage der Nation, in: Die Presse vom 18. Juni 2016.
  2. Autor Michael Scharang lehnt Ehrung des Landes Wien ab. In: DiePresse.com. 15. März 2016, abgerufen am 16. März 2016.
  3. Rezension von Kristina Maidt-Zinke in Die Zeit vom 31. Juli 2010: Wo Rettung erwächst - Michael Scharangs jugendlicher Roman über das Alter und die Freundschaft