Mirza Dinnayi

Mirza Dinnayi ist Direktor des Qendil-Verlag & Info-Zentrums. Der Koordinator der „Yezidi Democratic Community“ in Deutschland lebt und studiert in Jena und ist Mitautor des Sammelbandes „Irak. Von der Republik der Angst zur bürgerlichen Demokratie?“ (Freiburg 2004).

Beiträge von Mirza Dinnayi
Context XXI, Heft 1-2/2005

Islamistischer Terror in Mosul

Zur aktuellen Situation von Yeziden im Irak
■  Mirza Dinnayi
Mai
2005

Ein Aufenthalt in Mosul im Oktober 2004 gewährte mir Einblicke in die Situation von religiösen und ethnischen Minderheiten und deren Terrorisierung durch Radikal-Islamisten und hinterließ einen zutiefst pessimistischen Eindruck. Ich kann die verzweifelten Gesichtsausdrücke der Mosulis nicht (...)

Mirza Hasan Dinnayi (arabisch ميرزا حسن دنايي, DMG Mīrzā Ḥasan Dinnāyī) ist ein irakischer Schriftsteller jesidischer Herkunft und Jesiden-Experte. Träger des „2019 Aurora Prize for Awakening Humanity“

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinnayi arbeitete als Berater für den irakischen Präsidenten Jalal Talabani und als Regierungsbeauftragter für Fragen und Rechte der Minderheiten im Irak. Er ist Koordinator der Yezidi Democratic Community in Deutschland und Chef des Qendil-Verlages und Info-Zentrums, von dem verschiedene Homepages und Publikationen veröffentlicht werden, vor allem zu den Themen Minderheiten in Nahost, Integration und Menschenrechte. Seit 2011 ist er Berater für die KRG (kurdische Regierung) am General Board für umstrittenen Gebieten (Gerenal Board for Disputed Areas), im Ministerrat der KRG.

Humanitäres Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2007, nach den Terroranschlägen im Gebiet Sindschar, gründete er mit Michael Clasen, Redakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), die humanitäre Aktion „Luftbrücke Irak“, um die irakischen kriegsverletzten Kinder und Terroropfer in Deutschland zu behandeln. Die Luftbrücke Irak arbeitet in enger Zusammenarbeit mit dem Franziskus Hospital Harderberg (Georgsmarienhütte) sowie anderen Krankenhäusern im Raum Niedersachsen.

Er ist Vorsitzender der humanitären Hilfsorganisation Luftbrücke Irak e.V.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2016 wurde er vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg mit der Staufermedaille in Gold für sein humanitäres Engagement geehrt.[1]

Am 24. April 2019 wurde er als Finalist für den AuroraPrize 2019 gemeinsam mit Zannah Buker Mustafa und Huda Al Sarari ausgewählt. Der Preis ist der größte humanitäre Preis der Welt, gilt als „humanitärer Nobelpreis“.[2] Mirza Dinnayi gewann am 19.10.2019 der Preis er Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Landesregierung vom 13. April 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  2. Tagesspiegel: Kämpfer für humanitäres Engagement: Favoriten für den Aurora-Preis nominiert, abgerufen am 26. April 2019.
  3. Yazidi doctor awarded for his work helping women calls for justice, abgerufen 03. Oktober 2019