Geboren am: 19. November 1946
1 Bürgerliche Wissenschaft und Industriearbeit Die kapitalistische Produktionsweise hat den industriellen Prozeß in zwei strikt getrennte Phasen zerlegt: Leitung, Planung, Überwachung, theoretische Vorwegnahme des maschinellen Prozesses in der Forschung, Entwicklungsbüros, also alles, was zur (…)
Work in America. Report of a Special Task Force to the Secretary of Health, Education, and Welfare. MIT-Press, Cambridge (USA) und London 1973, pp. XIX + 262, Bibliographie und Index, Paperback 2,95 Dollar. Die vielleicht beste Studie über die Arbeitsverhältnisse in den USA kommt ironischer (…)
Die Illusionen des Spätkapitalismus
Seit Elmar Altvaters Seminar über Bildungsökonomie (1970) herrscht auch unter Marxisten das Axiom, daß die Expansion der Schulen und Hochschulen eine Konsequenz der industriellen Konjunktur ist — etwa nach dem Schema: je mehr Fabriken, desto mehr Ingenieure; oder je mehr Arbeiter, desto mehr (…)
Bildungsboom und Produktion
Wir haben in den letzten Heften die Kernstücke der Zivilisationskritik von Ivan Illich veröffentlicht (NF Dezember 1973, NF Jänner/Februar 1974). Die vorliegende Arbeit vertieft diese progressiv-katholische Analyse zur Kapitalismuskritik. Es ist einer der raren marxistischen Versuche, die (…)
Das Firmensterben wird in der bürgerlichen Presse heruntergespielt. Dabei liegt es in der BRD bereits bei drei Prozent des Volkseinkommens bzw. einem Drittel des umlaufenden Bargelds. Der Mangel an flüssigem Geld ist Ausdruck einer Kreditkrise, die den Kapitalismus bald in den Abgrund reißen (…)
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James O’Connor: Die Finanzkrise des Staates, Suhrkamp 1974, 395 Seiten, DM 12, öS 92,40 Die politische Ökonomie der USA erscheint dem Europäer häufig in einer Vielzahl verwirrender Facetten. Es ist das Verdienst James O’Connors, in dieses Bild erstmals ordnende Gesichtspunkte hineingebracht zu (…)
Das Elend der Mathematik
Michael Otte (Hrsg.): Mathematiker über die Mathematik, Julius Springer Verlag, Berlin 1974, 481 Seiten, DM 19,80, öS 152,50
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Die derzeitige Wirtschaftskrise erschließt neue historische Erfahrungen. In der Vergangenheit nahm die Wirtschaftstätigkeit einen beinahe kontinuierlichen Aufschwung. Die „Wachstums-Krise“ des Jahres 1967 erscheint heute milde, vergleicht man deren Stagnation mit dem Rückgang des realen (…)
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Der Aufschwung, der der größten Krise nach dem 2. Weltkrieg folgen sollte, erweist sich als schwächlich: Die Unternehmer betreiben weltweit Investitionsstreik. Der Staat kann das Manko nicht ausgleichen. Kommt die totale Stagnation?
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Die Berufsverbote sind ein Stück deutscher Realität — ebenso schwer greifbar wie begreifbar. Zahllose Ungereimtheiten verleihen der Politik in der BRD einen absurden und scheinheiligen Anstrich. Nehmen wir etwa die liberalen Aussprüche von Spitzenpolitikern, mit den Berufsverboten stehe es gar (…)
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Richard Vahrenkamp (Hrsg.): Technologie und Kapital, edition suhrkamp, Frankfurt 1973, 234 Seiten, DM 7, öS 57,30. Kritik der Wissenschaft ist historisch eine Sache der Konservativen. Nietzsche beklagt, daß „die Ausbeutung eines Menschen zugunsten der Wissenschaften“ zur Selbstverständlichkeit (…)


