Angelika Ebbinghaus

Geboren 1945, ist eine deutsche Diplompsychologin, Historikerin und Autorin. Sie setzt sich insbesondere mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Ebbinghaus war Mitglied im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), der operaistisch inspirierten Gruppe Proletarische Front und Aktivistin der Hamburger Frauenbewegung. Als solche war sie 1976 maßgeblich an der Gründung des ersten autonomen Frauenhauses in Hamburg beteiligt. Sie ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac.

Beiträge von Angelika Ebbinghaus
Grundrisse, Nummer 26
Mit Nachdruck:

Taylor in Russland

■  Angelika Ebbinghaus
Mai
2008

Vorbemerkung Der vorliegende Aufsatz ist im Rahmen einer noch nicht abgeschlossenen Dissertation mit dem Arbeitstitel „Eine historisch-kritische Darstellung der Arbeits- und Betriebspsychologie“ entstanden. So setzt dieser Aufsatz zum Teil Inhalte und Begriffe, die im Gesamttext vorher (...)

Beiträge zu Angelika Ebbinghaus
Café Critique, Jahr 2006

Sexualität und Mutterschaft

Juni
2006

Waren Frauen im „Dritten Reich“ wirklich nur desexualisierte Gebärmaschinen? Über die Geschlechterverhältnisse im Nationalsozialismus. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus war bis zum Ende der achtziger Jahre ein Thema, das in der gesamten Frauenbewegung beinahe ausnahmslos auf eine Art behandelt (...)

Café Critique, Jahr 2008

68 global

Dezember
2008

Schon oft wurde gefordert, die Besonderheiten des Jahres 1968 nicht nur an den Ereignissen in Berlin und Berkeley, in Prag und Paris festzumachen, sondern einen globalgeschichtlichen Blick auf die Protest- und Widerstandsgeschichte der 1960er und 1970er Jahre zu werfen. Zwei Sammelbände (...)

Angelika Ebbinghaus (geboren 26. August 1945 in Würzburg) ist eine deutsche Historikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Studie Arbeiter und Arbeitswissenschaft. Zur Entstehung der „Wissenschaftlichen Betriebsführung“ wurde sie 1982 an der Universität Hamburg promoviert. Sie setzt sich insbesondere mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Aufsehen erregten ihre Arbeiten zur Medizin im Nationalsozialismus und ihre Darstellung von Frauenbiographien im Nationalsozialismus, in der Frauen nicht nur als Opfer, sondern auch als verantwortliche Täterinnen der nationalsozialistischen Verbrechen betrachtet wurden.

In neueren Arbeiten setzt Ebbinghaus sich mit der Geschichte der 68er-Bewegung auseinander und untersucht die sozialen Bewegungen und Revolten der ausgehenden 1960er Jahre als ein globales Phänomen.[1] Ebbinghaus war Mitglied im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), der operaistisch inspirierten Gruppe Proletarische Front und Aktivistin der Hamburger Frauenbewegung.[2] Sie war 1976 maßgeblich an der Gründung des ersten autonomen Frauenhauses in Hamburg beteiligt.[3] Ebbinghaus ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac.[4]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsätze

  • Mit Gerd Preissler: Die Ermordung psychisch kranker Menschen in der Sowjetunion. Dokumentation. In: Götz Aly (Hrsg.): Aussonderung und Tod: die klinische Hinrichtung der Unbrauchbaren (= Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik. 1). Rotbuch-Verlag, Berlin, 2. Auflage 1987, ISBN 3-88022-950-3, S. 75–107.
  • Mit Karl Heinz Roth: Die Opfer und die Täter der kriegschirurgischen Experimente in den Konzentrationslagern. In: Christoph Kopke (Hrsg.): Medizin und Verbrechen. Klemm und Oelschläger, Ulm 2001, ISBN 3-932577-32-9, S. 320, 258–286.
  • Mit Karl Heinz Roth: Vernichtungsforschung. Der Nobelpreisträger Richard Kuhn, die Kaiser Wilhelm-Gesellschaft und die Entwicklung von Nervenkampfstoffen während des „Dritten Reiches“. In: Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts 1 (2002), S. 15–50.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angelika Ebbinghaus: Gab es ein globales 1968? In: Peter Birke, Gottfried Oy (Hrsg.): Alte Linke - Neue Linke? Die sozialen Kämpfe der 1968er Jahre in der Diskussion. Karl Dietz Verlag Berlin 2009.
  2. Karl Heinz Roth, Marcel van der Linden, Heinrich Senfft: Vorwort in Angelika Ebbinghaus: Ein anderer Kompass, Berlin/Hamburg 2010, S. 7–19.
  3. Ulrike Schaz: Juli 1976: Das Private ist politisch. Wie in Hamburg das erste autonome Frauenhaus entstand. In: Ebbinghaus 2010, S. 44–51.
  4. Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates. In: Attac. Abgerufen am 13. Juli 2018.
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