Stefan Meretz

Stefan Meretz, geb. 1962, lebt in Berlin. Studium und Promotion der Werkstoffwissenschaften, Studium und Abschluss der Informatik. Theorie-Schwerpunkte: Freie Software, Informatik und Technikentwicklung. Unterstützer des Oekonux-Netzwerkes, Mitglied im Diskussionskreis „Wege aus dem Kapitalismus“, Betreiber der Websites kritische-informatik.de und opentheory.org, Blogger auf keimform.de. Organisiert in der ver.di-Bundesverwaltung — Projekte auf der Grundlage Freier Software; „Transformationsrat“ der Streifzüge.

Im WWW
Stefan Meretz
Beiträge von Stefan Meretz
Streifzüge, Heft 2/2001

Produktivkraftentwicklung und Aufhebung

Die „Keimform-Hypothese“ im Diskurs
■  Stefan Meretz
Juli
2001

Meta-Replik zu C. Fuchs: „Die IdiotInnen des Kapitals ...“ in Streifzüge 1/2000. Erfreut habe ich zur Kenntnis genommen, dass sich zunehmend mehr Menschen mit dem „Phänomen Freier Software“ theoretisch auseinandersetzen. Da scheint was dran zu sein — nur was? Mit dem Artikel von C. Fuchs wird man (...)

Streifzüge, Heft 1/2003

Zur Theorie des Informationskapitalismus

Teil 1: Von der negatorischen Haltung zur Theorie der Aufhebung
■  Stefan Meretz
März
2003

In der Reihenfolge der von Ernst Lohoff in seinem Artikel (Streifzüge 3/2002) angesprochenen Themenbereiche möchte ich folgende drei Aspekte in zwei Teilen diskutieren: Die Transformation denken: Zur Rolle des Keimform-Begriffes (Teil 1) Den Informationskapitalismus analysieren: Zur (...)

Streifzüge, Heft 2/2003

Zur Theorie des Informationskapitalismus

Teil 2: Produktive und unproduktive Arbeit
■  Stefan Meretz
Juni
2003

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie (Meretz 2003) ging es um die „Keimform-Debatte“, also um die möglichen Wege gesellschaftlicher Transformation. Die These von der Freien Software als Keimform einer gesellschaftlichen Konstitution jenseits der Warenform basiert auf einer bestimmten Analyse (...)

Streifzüge, Heft 30

What’s Copyleft?

Eine kurze politökonomische Betrachtung
■  Stefan Meretz
März
2004

Ein juristischer „Hack“ – genannt „Copyleft“ – bringt den Widerspruch auf den Punkt: Reichtum muss nicht Wertform annehmen. Was steckt dahinter? Copyleft, der Name deutet es schon an, ist eine rechtsförmige Subversion der ursprünglichen Intention des Copyrights bzw. des Urheberrechts – mehr dazu (...)

Streifzüge, Heft 31
Immaterial World

Geistiges Eigentum

Rechtsfetisch sui generis
■  Stefan Meretz
Juni
2004

Willkommen zum Streifzug durch die Welt der immaterialen Produktion! In den nächsten Ausgaben dieses Magazins werde ich meine Sicht auf Entwicklungen und Theorien im weiten Feld der immaterialen Produktion vorstellen. Alle Kolumnen erscheinen parallel online bei (...)

Streifzüge, Heft 32
Immaterial World

Knappheit

Eine Realabstraktion
■  Stefan Meretz
Oktober
2004

Die freie Enzyklopädie Wikipedia (de.wikipedia.org als „das (zu) seltene Vorkommen angestrebter materieller oder ideeller Güter/Werte“. Die Klammer verrät die Unsicherheit bzw. das Ambivalente dieser Definition: Handelt es sich um ein „absolut“ seltenes Vorkommen oder bemisst sich Seltenheit an einem (...)

Streifzüge, Heft 32

„Haltet den Dieb!“

Copyleft again
■  Stefan Meretz
Oktober
2004

Copyleft provoziert, na endlich. Wie ist dieses Phänomen zu fassen, zu begreifen, das es ja eigentlich nicht geben kann, nicht geben darf? Zwei JuristInnen bemühen sich das Copyleft in ihr Gedankengebäude einzubauen – der eine (Noll 2004) mit „antikritischer“ Intention, die andere (Haarmann 2004) mit (...)

Streifzüge, Heft 33
Immaterial World

Digital Restriction Management

■  Stefan Meretz
März
2005

DRM steht offiziell für Digital Rights Management, von KritikerInnen treffend als Digital Restrictions Management übersetzt. Seit 1999 versucht eine Allianz großer Hard- und Softwarefirmen (derzeit AMD, HP, IBM, Intel, Microsoft, Sony, Sun u. a. in der Trusted Computing Group TCG) eine neue (...)

Streifzüge, Heft 34
Immaterial World

Wissensallmende

Wieviel Raub ist erlaubt? Rezension eines Attac-Buches
■  Stefan Meretz
Juni
2005

Ein Autoren-Trio hat ein Büchlein vorgelegt, in dem die Arbeitsergebnisse der Attac-AG „Wissensallmende“ (BRD) zusammengetragen werden. Ziel der Schrift ist es, bislang getrennt behandelte Themen aus dem breiten Feld des so genannten „geistigen Eigentums“ zusammenzuführen. Gleich zu Beginn stellen (...)

Streifzüge, Heft 35
Immaterial World

The Next Free Project

Was kommt nach Freier Software und Wikipedia?
■  Stefan Meretz
Oktober
2005

Der deutsche Mathematiker David Hilbert stellte auf dem Welt-Mathematikerkongress von 1900 zehn ungelöste Probleme der Mathematik vor, die er später auf 23 ausweitete. Sie beeinflussten die weitere Entwicklung der Mathematik erheblich. Auf dem Wikipedia-Kongress in Frankfurt/M. im August 2005 (...)

Streifzüge, Heft 36
Immaterial World

Wikipedia in der Krise

Freie Produktionsweise in einer unfreien Welt
■  Stefan Meretz
März
2006

Mittlerweile ist die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia interessierten Menschen ein Begriff. Mit dazu beigetragen hat eine Kette von „Rückschlägen“, über die genüsslich bis hämisch in der Presse berichtet wurde. Auch un/kritische KritikerInnen fühlen sich bestätigt, kann doch in ihrem Weltbild unter (...)

Streifzüge, Heft 37
Immaterial World

Alles für alle

Zur Debatte um eine freie Gesellschaft
■  Stefan Meretz
Juni
2006

Jede Gesellschaft besitzt unabhängig von der Form eine basale Eigenschaft: Der Erhalt der Gesellschaft ist durchschnittlich auf die Beiträge der Menschen angewiesen, jedoch vom Beitrag des konkreten Einzelnen unabhängig. Damit sich eine Gesellschaft erhalten kann, braucht sie einen (...)

Streifzüge, Heft 38
Immaterial World

Make Copyright History!

■  Stefan Meretz
Oktober
2006

Die globale Bewegung zur Befreiung digitaler Güter weitet sich aus. Was mit der Befreiung der Software begann, ist inzwischen zu einer Freien Kulturbewegung geworden. Das große „F“ im Adjektiv „Frei“ verweist auf die „vier Freiheiten“ der Freien Software, die für den Bereich digitaler Kulturgüter (...)

Streifzüge, Heft 39
Immaterial World

Copyright & Copyriot

Aneignungskonflikte
■  Stefan Meretz
März
2007

Sabine Nuss, PROKLA-Redakteurin, hat ihre Dissertation als Buch veröffentlicht. Es handelt sich um ein Werk, um das die Debatte aktueller Entwicklungstendenzen im „informationellen Kapitalismus“ (Zitate aus dem Buch, sofern nicht anders gekennzeichnet) nicht herum kommt – leider bisher ohne größere (...)

Streifzüge, Heft 40
Immaterial World

Universalgüter

Informationsgüter als genuin gesellschaftliche Güter
■  Stefan Meretz
Juni
2007

In der Zeitschrift krisis, Nummer 31, die im Juli erscheinen wird, hat Ernst Lohoff einen Aufsatz veröffentlicht, der es in sich hat. Titel: „Der Wert des Wissens. Grundlagen einer Politischen Ökonomie des Informationskapitalismus“. Es geht um die Frage, ob digitale Informationsgüter Waren sind und (...)

Streifzüge, Heft 41
Immaterial World

Peer-Ökonomie

Ein Übergangskonzept
■  Stefan Meretz
Oktober
2007

In der wertkritischen Linken gibt es eine kleine Gruppe, die darauf verweist, dass es vor allem mit der Freien Software- und Kulturbewegung bereits Ansätze („Keimformen“) gibt, die auf neue Möglichkeiten jenseits von Ware, Geld, Markt und Staat verweisen. Solche Ansätze werden ihrerseits kritisiert, (...)

Streifzüge, Heft 42
Immaterial World

Kommunismus der Dinge

... und der Widerstand gegen RFID
■  Stefan Meretz
März
2008

RFID ist die Abkürzung von Radio Frequency Identification. Es handelt sich um eine Funktechnik zur kontaktlosen Erkennung von elektronischen Chips. Mit Hilfe von speziellen Lesegeräten können solche Funkchips auf eine bestimmte Entfernung ausgelesen werden – unabhängig davon, worauf oder worin sie (...)

Streifzüge, Heft 43
Immaterial World

Über Logisches

■  Stefan Meretz
Juni
2008

Mit dieser Kolumne beginne ich eine kleine Serie über Grundbegriffe der „immaterial world“. Es ist trotz häufiger Verwendung keineswegs klar, wovon etwa bei Information, Im/Materiellem, Algorithmus oder auch Gesellschaft die Rede ist. In gebotener Kürze will ich entsprechende Bestimmungen versuchen. (...)

Streifzüge, Heft 44
Immaterial World

Über Allgemeines

■  Stefan Meretz
Oktober
2008

Nach dem „Logischen“ in der letzten Ausgabe der Kolumne gab es nettes Feedback und den Wunsch, es möge in der „Immaterial World“ mit philosophischen Grundbegriffen weitergehen. Nun ist das wahrlich nicht meine Domäne, aber einen dem Logischen sehr nahen Begriff will ich dann doch noch dranhängen: das (...)

Streifzüge, Heft 45
Immaterial World

Commons – Gemeingüter

■  Stefan Meretz
März
2009

Ein neuer alter Begriff ist dabei, den politischen Diskurs zu erobern: Die Commons kommen. Erst jüngst wurde vom Weltsozialforum ein „Manifest zur Wiederaneignung der Gemeingüter“ verabschiedet. Gemeingüter werden als strategische Widerstandsperspektive entdeckt. Warum aber ist das so, sind (...)

Streifzüge, Heft 46
Immaterial World

Information

■  Stefan Meretz
Juni
2009

Nach dem Logischen (Streifzüge Nr. 43/2008) und dem Allgemeinen (Nr. 44/2008) soll es nun in der kleinen Serie über Grundbegriffe der „immaterial world“ um die Information gehen. Man sollte annehmen, dass die Informatik die berufene Disziplin ist, eine genaue Fassung des Begriffes zu liefern, (...)

Streifzüge, Heft 47
Immaterial World

Gesellschaft

■  Stefan Meretz
Oktober
2009

Der Gesellschaftsbegriff wird nach Auskunft der Online-Enzyklopädie Wikipedia von Soziologinnen und Soziologen nicht mehr verwendet. Für eine kritische Theorie ist er unverzichtbar. Wie könnte eine sinnvolle Annäherung aussehen? Zunächst einmal ist festzustellen, dass sich eine Gesellschaft aus (...)

Streifzüge, Heft 48
Immaterial World

Kritische Psychologie

■  Stefan Meretz
März
2010

Schon mehrfach war in der Kolumne von dem Menschen die Rede, dem gar die Gesellschaftlichkeit als Natureigenschaft zugeordnet wurde. Die Formulierung der gesellschaftlichen Natur des Menschen ist kein rhetorischer Trick, um zwei eigentlich unverbundene Sphären zusammenzubringen, sondern wörtlich (...)

Streifzüge, Heft 49
Immaterial World

Kritische Kategorien

■  Stefan Meretz
Juni
2010

Die Aufgabe kritischer Kategorien ist es, die immer vorhandene doppelte Möglichkeit, affirmativ oder alternativ handeln zu können, sichtbar zu machen. Der individuelle Mensch im Kapitalismus ist nicht nur Unterworfener der gegebenen, sondern auch Schöpfer von neuen Bedingungen. Die Beschaffenheit (...)

Streifzüge, Heft 50
Immaterial World

Fight ACTA, Create Commons!

■  Stefan Meretz
Oktober
2010

Waren müssen knapp sein, um verkauft zu werden. Sind sie es nicht, so werden sie künstlich knapp gemacht: Die Ernte wird vernichtet, die Haltbarkeit reduziert und das Nachmachen oder Kopieren verboten. Der Staat regelt, überwacht und unterbindet die Nutzung von Gütern, Fertigkeiten und Wissen in (...)

Streifzüge, Heft 50

Zur politischen Ökonomie von Kopie und Kopierschutz

Teil 1
■  Stefan Meretz
Oktober
2010

Warum gibt es einen Kopierschutz? Was schützt er vor wem? Schlichte Fragen, deren spontane Antworten auf die vorherrschende Denkform in der Warengesellschaft verweisen: Das „geistige Eigentum“ müsse nun einmal vor Diebstahl geschützt werden, denn ein jeder schließe auch seine Haustür ab, damit der (...)

Streifzüge, Heft 51

Zur politischen Ökonomie von Kopie und Kopierschutz

Teil 2
■  Stefan Meretz
März
2011

Analoge Kopie und Kopierschutz Mit der Trennung von Ausführungsmaschine und Wissensträger richtet sich das Kopisten-Interesse nun auf beide Aspekte. Da die Ausführungsmaschine im analogen Zeitalter eine Spezialmaschine ist, die einen stofflich-spezifischen Wissensträger benötigt, um als komplette (...)

Streifzüge, Heft 52
Immaterial World

Kulturflatrate!

■  Stefan Meretz
Juni
2011

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Das ist machbar!

Streifzüge, Heft 53
Immaterial World

Arbeit

■  Stefan Meretz
Oktober
2011

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Das ist machbar!

Streifzüge, Heft 54
Immaterial World

Demonetarisierung durch Entwarenformung

■  Stefan Meretz
März
2012

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Streifzüge, Heft 54

Peer-Produktion und gesellschaftliche Transformation

Zehn Diskursfiguren aus dem Oekonux-Projekt
■  Stefan Meretz
März
2012

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Grundrisse, Nummer 42

Der schwierige Weg der Transformation

Ein Gespräch zwischen Andreas Exner und Stefan Meretz
■  Andreas Exner ▪ Stefan Meretz
Mai
2012

Andreas Exner und Stefan Meretz bloggen regelmäßig zu Fragen der gesellschaftlichen Transformation (auf http://social-innovation.org/ und http://keimform.de/) und unterstützen die Initiative http://demonetize.it/. Doch über das „Wie“ der Transformation und Demonetarisierung gibt es unterschiedliche (...)

Streifzüge, Heft 55
Immaterial World

Selbstentfaltung

■  Stefan Meretz
Juni
2012

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Streifzüge, Heft 57
Immaterial World

Stigmergie

■  Stefan Meretz
März
2013

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Streifzüge, Heft 58
Immaterial World

Commoning und Commons

■  Stefan Meretz
Juni
2013

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Streifzüge, Heft 56
Immaterial World

Konkurrenz und Kooperation

■  Stefan Meretz
Oktober
2013

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Streifzüge, Heft 59
Immaterial World

Ursachen, Gründe und Interessen

■  Stefan Meretz
Oktober
2013

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Streifzüge, Heft 60

Einlauf

■  Stefan Meretz
März
2014

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Streifzüge, Heft 60

Keimform und gesellschaftliche Transformation

■  Stefan Meretz
März
2014

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Streifzüge, Heft 60
Immaterial World

Keimform und Elementarform

■  Stefan Meretz
März
2014

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Streifzüge, Heft 61
Immaterial World

Das motivierte Leben

■  Stefan Meretz
Juni
2014

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Streifzüge, Heft 62
Immaterial World

Shareconomy

■  Stefan Meretz
Oktober
2014

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Streifzüge, Heft 63
Immaterial World

Utopie

■  Stefan Meretz
März
2015

Utopie hat einen schlechten Ruf. Es ist der Nicht-Ort einer fiktiven zukünftigen Gesellschaft, die es nicht geben kann, weil eine Gesellschaft nicht nach einem Masterplan gebaut wird. Gleichzeitig haben wir, die wir etwas anderes als Kapitalismus wollen, Vorstellungen eines Zukünftigen. Wir (...)

Streifzüge, Heft 64
Immaterial World

Körper und Emanzipation

■  Stefan Meretz
Juni
2015

Die gesellschaftliche Emanzipation wird zumeist als eine Sache des Kopfes aufgefasst. Ich solle doch kognitiv einsehen, dass der Kapitalismus abgeschafft gehört, argumentiert die Linke. Dabei manifestieren sich die alltäglichen Leiden vor allem körperlich: als Schmerzen, Depressionen, (...)

Streifzüge, Heft 65

Erziehung

■  Stefan Meretz
November
2015

„Kinder brauchen Grenzen“, tönt es aus Erziehungsratgebern, sonst würden aus kleinen Menschen später maßlose Monster werden. Gerne werden die empfohlenen Grenzen mit moralischen Werten drapiert, die Heranwachsenden Orientierung bieten sollen. Erstaunlicherweise findet sich eine ähnliche Argumentation (...)

Streifzüge, Heft 66
Immaterial World

Review

■  Stefan Meretz
August
2016

Im Jahr 2004 fragte mich die Redaktion der Streifzüge, ob ich eine regelmäßige Kolumne schreiben würde, und ich sagte zu. In 12 Jahren schrieb ich 35 Kolumnen, und es hat mir Freude bereitet. Eine anstehende Kolumne war immer wieder Anlass, entweder aktuelle Themen aufzugreifen oder über die Dinge (...)

Streifzüge, Heft 68

Grundrisse einer freien Gesellschaft

■  Stefan Meretz
Januar
2017

Viele Ansätze erdenken neue Gesellschaften, indem sie interessante aktuelle Entwicklungen prognostisch verlängern. Im Zentrum stehen meist neue Technologien – Jeremy Rifkin (2014) machen es vor. Ob die prognostizierte neue Gesellschaft wirklich „neu“ oder doch nur eine modernisierte Variante des (...)

Streifzüge, Heft 66

Vermittlung

■  Stefan Meretz
Januar
2017

Vermittlung verbindet Unterschiedenes. Die Pole des Unterschiedenen sind Pole des Gleichen. Sonst wären sie Getrennte. Unterscheiden heißt somit, den Zusammenhang des Unterschiedenen als Vermittlung zu begreifen, Trennen heißt ihn aufzulösen. Manchmal ist die Trennung jedoch nur Schein dessen, was (...)

Streifzüge, Heft 69
Kolumne Immaterial World

Schuld/en

■  Stefan Meretz
Mai
2017

Die Diskussion um transkapitalistische Veränderungen ist durchzogen von anthropologischen Annahmen. Zu diesen gehört, dass tätigkeitsteilige Gesellschaften – also alle – notwendig soziale Verpflichtungen hervorbringen, die sich als „Schulden“ ausdrücken: Tut jemand etwas für mich, stehe ich in seiner (...)

Streifzüge, Heft 70
Kolumne Immaterial World

Gebrauchswert

■  Stefan Meretz
Juli
2017

Karl Marx hat in genialer Weise die kategoriale Struktur des Kapitalismus analysiert. Dennoch gibt es auch in seinem Werk deutliche Widersprüche, und einer ist die Verwendung des Begriffs Gebrauchswert. Einerseits definierte Marx Gebrauchswert als überhistorisch gültige Kategorie: „Gebrauchswerte (...)

Streifzüge, Heft 71
Immaterial World

Freiwilligkeit und Utopie

■  Stefan Meretz
Februar
2018

Freiwilligkeit ist nicht die Norm. Etwas freiwillig zu tun, schließt ungesagt mit ein, dass es normalerweise eine Gegenleistung oder gar ein Zwang ist, welche zur Tat anhalten. Es ist die Tauschlogik, die dahinter hervorlugt, und das setzt, was als normal gilt. Im Kapitalismus ist Freiwilligkeit (...)

Streifzüge, Heft 72
Immaterial World

Emergenz und Blockchain

■  Stefan Meretz
Mai
2018

Den Begriff Emergenz betrachte ich seit jeher mit Skepsis. Ist nicht erklärbar, warum und wie aus einem Prozess etwas hervorgeht, so wird die Erklärungslücke mit dem Hinweis auf „Emergenz“ zugedeckt. Dabei gibt es tatsächlich systemische Ganzheiten, bei denen nicht kausal bestimmt werden kann, wie (...)

Streifzüge, Heft 73

Kapitalismus aufheben

■  Stefan Meretz ▪ Simon Sutterlütti
Juli
2018

Ohne Ziel kein Weg. Ohne Utopie ist die Überwindung des Kapitalismus nicht erforschbar. Der Großteil der emanzipatorischen Bewegungen versucht die Utopie einer befreiten Gesellschaft durch negative Bestimmungen – kein Staat, kein Markt, keine Vergesellschaftung über Arbeit etc. – anzudeuten. (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019

Haben und Teilhaben

■  Stefan Meretz
Januar
2019

Menschen sichern ihre Existenz, indem sie ihre Lebensbedingungen herstellen. Sie tun dies jedoch in der Regel nicht ad hoc, also wenn sie aktuell etwas brauchen, sondern vorsorgend für den Fall, etwas in der Zukunft brauchen zu können. Wer etwas braucht, greift auf mehr oder weniger lange zuvor (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019

Kategoriale Utopietheorie

■  Stefan Meretz ▪ Simon Sutterlütti
Februar
2019

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch „Kapitalismus aufheben. Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken“, erschienen im VSA-Verlag. Das Buch ist online frei erhältlich unter [commonism.us->https://commonism.us. Sutterlütti und Meretz fassen Utopie in ihrem Buch als Raum (...)

Streifzüge, Heft 75

Anti- oder Politik?

■  Stefan Meretz
Mai
2019

Die Frage, ob Politik oder Antipolitik der richtige Ansatz ist, scheint mir müßig zu sein. Beide bewegen sich im Rahmen von Macht und Herrschaft. Während sich Politik positiv auf die Erringung von Macht oder wenigstens Einfluss bezieht, die sie für Veränderungen nutzen will, lehnt Antipolitik genau (...)

Streifzüge, Heft 76
Immaterial World

Metapersonale Instanzen

■  Stefan Meretz
August
2019

In unserem Buch „Kapitalismus aufheben“ (Sutterlütti & Meretz 2018) haben wir einen analytischen Rahmen entwickelt, um über Utopie und Transformation sprechen zu können. Ein wichtiges Begriffspaar ist dabei für uns das der interpersonalen und transpersonalen Beziehungen. Damit können wir zwischen (...)

Streifzüge, Jahrgang 2020

Vivihouse

■  Stefan Meretz
Januar
2020

Ich möchte das Commons-Projekt Vivihouse vorstellen, und alle, die in Wien unterwegs sind, hätten eigentlich schon vorbeigehen können, um es sich anzuschauen. Hätten – leider steht der zweite Prototyp noch nicht. Dazu gleich mehr. Das Projekt Vivihouse baut Häuser, doch komplett anders, als wir es (...)

Streifzüge, Heft 78

Die Gesellschaft nach dem Geld (1)

■  Stefan Meretz
Mai
2020

Das ganze wissenschaftliche Denken ist von Ware und Geld besetzt. Das ganze Denken? Nein, ein kleines gallisches Dorf …, ähm, ein kleines wissenschaftliches Forschungsprojekt erforscht eine Gesellschaft nach dem Geld (GndG). Und damit eine Gesellschaft jenseits von Ware, Tausch, Markt und Staat (...)

Streifzüge, Heft 79

Die Gesellschaft nach dem Geld (2)

■  Stefan Meretz
August
2020

In der letzten Ausgabe der Streifzüge (Frühling 2020) habe ich die Entstehung und Grundüberlegungen des Forschungsprojekts Die Gesellschaft nach dem Geld (GndG) vorgestellt. Letztere habe ich in vier Punkten zusammengefasst: (1) Beiträge und Entnahmen erfolgen freiwillig und bedürfnisbasiert; (2) (...)

Streifzüge, Jahrgang 2020

Corona Blues

■  Stefan Meretz
Dezember
2020

Nach der ersten Welle ist das Virus zurück, und nichts hat sich verändert. Das Virus lehrt uns, in welch absurden Verhältnissen wir leben. Es zeigt uns erneut, wie der Kapitalismus den Zusammenhang von zweierlei Leben zerreißt: Gesundheit oder Existenzsicherung. Die gesundheitliche Sicherung von (...)

Streifzüge, Jahrgang 2021

Automatische Gesellschaft

■  Stefan Meretz
Mai
2021

Die fetischismuskritische Richtung der marxschen Analyse betont den automatischen Charakter der kapitalistischen Vergesellschaftung. Und schließt manchmal daraus, dass eine freie, postkapitalistische Gesellschaft keinen automatischen Charakter haben dürfe. Warum das aus meiner Sicht falsch ist, (...)

Streifzüge, Heft 82

Monokultur

■  Stefan Meretz
August
2021

Wie entstand das, was wir heute so selbstverständlich „Landwirtschaft“ nennen, und was ist das überhaupt? Diesen Fragen stellt sich Florian Hurtig in dem Buch „Paradise Lost – Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur“ (Oekom Verlag, 2020). Hurtig rekonstruiert die Genese der modernen (...)

Beiträge zu Stefan Meretz
Streifzüge, Heft 1/2002

Freie Software und Kapitalismus*

März
2002

Freie Software als „Anomalie“ Die Herausbildung weltweiter Verknüpfung von Computern und Computernetzen stellt nicht nur selbst eine neue Kommunikationstechnologie dar, sondern bringt auch sukzessive neue Informationsprodukte, Produktions- und Distributionsformen hervor. Musik, Literatur, (...)

Streifzüge, Heft 3/2002

Die Ware im Zeitalter ihrer arbeitslosen Reproduzierbarkeit

Zur Politischen Ökonomie des Informationskapitalismus
Oktober
2002

Der Siegeszug des Computers hat den vielen Spaltungen der Weltgesellschaft eine neue Dreiteilung hinzugefügt. Milliarden Menschen, insbesondere in der Dritten Welt, bleiben von den Segnungen des Internetzeitalters völlig ausgeschlossen; für einige hundert Millionen Nutzer ist der Rechner (...)

Streifzüge, Heft 1/2003

Zur Theorie des Informationskapitalismus

Teil 1: Von der negatorischen Haltung zur Theorie der Aufhebung
■  Stefan Meretz
März
2003

In der Reihenfolge der von Ernst Lohoff in seinem Artikel (Streifzüge 3/2002) angesprochenen Themenbereiche möchte ich folgende drei Aspekte in zwei Teilen diskutieren: Die Transformation denken: Zur Rolle des Keimform-Begriffes (Teil 1) Den Informationskapitalismus analysieren: Zur (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Quand André Gorz découvrit la critique de la valeur

août
2006

Il est peu de penseurs comme André Gorz qui n’ont cessé de renouveler leur réflexion sans jamais se satisfaire du point d’arrivée, toujours provisoire. Jusqu’à son dernier jour, Gorz s’est attelé à la tâche théorique consistant à ouvrir des voies d’issue à la domination capitaliste et à la destruction du (...)

Streifzüge, Heft 41

Über den Horizont unserer Handlungen

Aus den nachgelassenen Briefen des André Gorz
November
2007

ZUM ZEHNTEN TODESTAG Anstatt noch einen weiteren Nachruf nachzureichen, haben wir uns entschlossen, einige Passagen aus den Briefen des André Gorz an Franz Schandl und Andreas Exner zu veröffentlichen. Gorz soll also noch einmal selbst zu Wort kommen. Die Auszüge wurden äußerst behutsam redigiert. (...)