Günther Anders

Günther Anders (eigentlich Günther Stern), geboren am 12.7.1902 in Breslau, gestorben am 17.12.1992 in Wien. Der Sohn des bekannten Kinderpsychologen William Stern studierte Philosophie bei Ernst Cassirer, Martin Heidegger und Edmund Husserl, bei dem er 1923 in Freiburg / Breisgau promovierte. Vor allem in den 30er Jahren setzte sich Anders intensiv mit Werk und Person Heideggers auseinander (vgl. Über Heidegger. München: Beck 2001). Der Plan, sich mit Philosophische(n) Untersuchungen über musikalische Situationen zu habilitieren, scheiterte am sich verschärfenden Klima an den deutschen Universitäten gegen Ende der Weimarer Republik und an einem negativen Gutachten Theodor W. Adornos. 1933 emigrierte Anders nach Paris, 1936 in die USA. In diesem Jahr trennten sich auch die Wege von Hannah Arendt und Günther Anders, die seit 1928 verheiratet waren. Die 1936 noch in Frankreich erschienene Studie Pathologie de la liberté beeinflußte das Denken Jean-Paul Sartres. Bis 1950 verfaßte Anders im amerikanischen Exil vor allem Gedichte und Fabeln sowie, nach seinen bereits in den 1930er Jahren verfassten Essays über Literatur, einen wegweisenden Aufsatz zu Kafka (Kafka — Pro und contra. München: Beck 1951). Anders’ zentrales philosophisches Werk Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution (München: Beck 1956, 1980 um einen zweiten Band erweitert) nimmt wichtige Motive der späteren Medien- und Technikkritik vorweg. Unter dem Eindruck des amerikanischen Atombombenabwurfs auf Japan engagierte sich Anders zusehends in der Friedens- und Antiatombewegung. Bis zu seinem Tod blieb er ein streitbarer Ketzer wider Aufrüstung und Machtmonopole (vgl. den Band Ketzereien. München: Beck 1982).

Beiträge
FORVM, No. 321/322

Wir werden überflüssig

Günther Anders und die Abschaffung des Menschen
September
1980

Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, Zweiter Band: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, Verlag C. H. Beck, München 1980, 465 Seiten, DM 38, öS 292 Linke Ökologie vorausgedacht Was ist menschliches Handeln noch wert, verglichen mit der (...)

FORVM, No. 361/363
Anhang • Prolongation • Weitere 30 Jahre

Kleines Einigungsspiel

März
1984

Aber Günther Nennings Umkrempelung der Torberg’schen Gründung vor etwa 20 Jahren fortführend , spielen wir vor Euch unser Einigungsspiel, mittels dessen das FORVM zuletzt inneren Gleichmut wieder bewahrte. Wir spielen darin unsere eigenen Rollen und das Spiel ist erheblich Teil unserer Leben. Die (...)

FORVM, No. 397/398

Lieber Günther Anders!

Offener Brief
April
1987

FORVM, No. 401-405

Hommage à Günther Anders

Juli
1987

FORVM, No. 401-405

Wider den Maschinensturm

Juli
1987

Gudrun Ensslin ist „... gestorben worden“. So ist es. Gudrun Ensslin hat die Probe auf jenes Exempel erlitten, das uns G. Anders als Novität vorschlägt. Gudrun Ensslin hat die Repersonalisierung der anonymen Machtapparate versucht und ist von ihnen zu Tode gehetzt worden. Deshalb spricht ihr Tod (...)

FORVM, No. 401-405

Günther Anders’ Schreckensmann

Juli
1987

FORVM-Beirat F. H. überlegt sich die Thesen des FORVM-Beirats G. A.

FORVM, No. 442/443
„Wenn ich verzweifelt bin, was geht’s mich an“

Internationales Günther Anders-Symposium

der Stadt Wien
Oktober
1990

Vom 18. bis zum 21. Oktober 1990 Im Alten Rathaus Wien, Innere Stadt, Wipplingerstraße 8

MOZ, Nummer 58
Philosophie

Aufklärung und Abklärung

Dezember
1990

Vom 18.-21. Oktober 1990 fand das Internationale Günther-Anders-Symposium der Stadt Wien statt. Wir haben uns dort umgesehen. Günther Anders lebt seit Jahrzehnten in Wien, arbeitet unablässig am dritten Band seines Hauptwerkes „Die Antiquiertheit des Menschen“, dessen Vorabdruck im FORVM (...)

FORVM, No. 444

Die Philosophie des Aufschubs

Dezember
1990

Mittlere Aufregung und fröhliche Fehlmeldungen von Taz bis FAZ — Burger hätte, z.B., Anders einen Erpresser genannt — über diese Eröffnungsrede zum Günther Anders-Symposium der Stadt Wien geben die schöne Gelegenheit zu sorgsamer Richtigstellung durch worttreulichen Abdruck. Schönen Dank, die (...)

FORVM, No. 444

Der Aufschub der Philosophie

Dezember
1990

Fast nur der Titel verrät, daß dies in Parenthese zum vorigen entstand, weil Konrad — der das Anders-Symposium konzipiert und organisiert hatte — sich bei der Eröffnung nicht selbst als Redner vordrängen wollte (redaktionelle Interpretation). So kommen wir in den Genuß zweier Texte, die in der (...)

FORVM, No. 448-450

»Sul ponte di Hiroshima«

Zum Umgang mit Günther Anders in Italien
Mai
1991

FORVM, No. 465-467
Lieber, verehrter Herr Anders

Die Bombe küßt niemanden

November
1992

Lieber, verehrter Herr Anders, zu der unsäglichen Rezension von Werner Fuld in der ›FAZ‹ vom 26. September, die mich in unverfrorener und total irreführender Weise für eine nur der ›FAZ‹ passende Anders-Kritik in Anspruch nimmt, schicke ich Ihnen eine Kopie meines Leserbriefes dazu. Hoffentlich (...)

FORVM, No. 465-467

Bombenvergessenheit schlägt Seinsversessenheit

(Untertitel:) Die ›FAZ‹-Philosophie der postatomaren Epoche (oder umgekehrt, ganz wie Sie wollen)
November
1992

Betrifft: Werner Fuld, „Zur Freiheit verurteilt, 11.7.1992 & „Wen die Bombe küßt. Neue Literatur von und über Günther Anders“, 26.9.1992, in Ihrem Blatt. S.g. Herren ›FAZ‹-Herausgeber, mit angemessener Verspätung gerät mir der zweite von Fulds diesjährigen Anders-Beiträgen für die ›FAZ‹, über „Neue (...)

FORVM, No. 465-467

Dank von & an Günther Anders

November
1992

G.A. hat seit mehr als 10 Jahren Wien nicht mehr verlassen; seit anderthalb Jahren lebt er in einem Pflegeheim, nach einem Schenkelhalsbruch kann er sich kaum mehr bewegen. Sein Radius reicht über wenige wackelige Schritte vom Bett zum Tisch oder zum Waschbecken nicht hinaus. G.A. kann auch (...)

FORVM, No. 487-492

Günther Anders’ »Mariechen«

oder: Wie man auf dem Kissen philosophiert
Dezember
1994

1. Sich mit Günther Anders auseinanderzusetzen, ist so gefahrlos nicht, und das in einem ganz körperlichen Sinne, denn er sagt von sich: »Wenn Kunst-, Musik- oder Literaturwissenschaftler philosophische Floskeln in den Mund nehmen, ziehe ich den Revolver.« Abgesehen einmal davon, daß diese (...)

FORVM, No. 496-498

»Das Prinzip Auschwitz«

Reflexionen zur Leichenproduktion im 20. Jahrhundert
Juni
1995

Fünfzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges nimmt die Beschäftigung mit diesem und seiner Vorgeschichte immer seltsamere Formen an. Angesichts der auf die Erinnerungstage hin terminierten Appelle, nicht zu vergessen, angesichts des damit verbundenen Erinnerungs- und Gedenkstättenfurors kann man (...)

FORVM, No. 496-498

Lob der Unangenehmheit

»Über einen Fehler unsrer Tugend« und seine Wiederholung — »Ja oder nein?«
Juni
1995

Bei der Vorbereitung bin ich wieder einmal darauf gestoßen worden, daß Günther Anders ein äußerst unangenehmer Mensch war. Immer wenn ich mich hingesetzt habe, um irgendwas aufzuschreiben, imaginiert sich mir der und macht mir Einwände und pflanzt mich hin und her, so ungefähr: Er sagt, was machst (...)

Context XXI, ZOOM 1/1998
Emancipatio sine potestate non est!

Über Dialektik und Dimension der Gewalt

März
1998

In folgendem Beitrag handelt es sich um eine Überarbeitung eines Aufsatzes, den der Autor nach den Ereignissen in Ebergassing 1995 geschrieben hat. Das Thema erscheint auch ohne unmittelbaren Anlaß relevant, vor allem dann, wenn man davon ausgeht, daß in Zeiten sozialer und ökologischer (...)

Café Critique, Jahr 1998

Sekundärer Antisemitismus

Wiederkehr des Verdrängten
Dezember
1998

Die postfaschistische Demokratie baut auf dem Sozialpakt, den der Nationalsozialismus gewaltsam durchgesetzt hat auf und steht so in direkter Kontinuität zu diesem. Sie ist, ’strukturell gesehen, Realisierung des gleichen faschistischen Staatskonzeptes’, kehrt ’phäno­menal betrachtet aber die ganz (...)

Context XXI, ZOOM 1/1999

NATO neutral

Anmerkungen zu Christian Helbocks NOTO Channel
Januar
1999

Vor geraumer Zeit prägte ein Politiker die Formel „Neutral in die NATO“. Diese wurde seitdem vielfach abgewandelt. Etwa so: Als EU-Mitglied solle Österreich sich der NATO zugehörig fühlen, bei Konfikten außerhalb derselben aber neutral bleiben. Was aber, wenn sich die EU außerhalb ihres Territoriums (...)

Streifzüge, Heft 4/1999

Populismus gleich Demokratismus

Über die Zuspitzung der Demokratie in Zeiten ihres Verfalls
Dezember
1999

VORLAUF POPULISMUS War der Populismus bei den politischen Eliten der nachfaschistischen Ära eher verpönt, so ist er in den letzten Jahren salon- und hoffähig geworden. Nicht nur am rechten Rand, sondern auch und vor allem in der Mitte der Gesellschaft. Zweifellos, der Populismus ist populär. „Ich (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

Manisch Germanisch

Ausufernde Anmerkungen zur Trennung im Kritischen Kreis
Oktober
2001

„In seiner Fernsehrede, die er am 27.7.1967 nach den Negerunruhen in Detroit hielt, meinte Präsident Johnson: „Es gibt kein amerikanisches Recht, Gebäude in Brand zu stecken und von Hausdächern zu schießen. Das sind Verbrechen.“ – Er hätte hinzufügen müssen: „es sei denn, Amerikaner täten das auf meine (...)

Café Critique, Jahr 2002

Die Selbstzerstörung der Linken

Von Jean Améry zu Edward Said
Mai
2002

I Der Antisemitismus ist im Antizionismus enthalten wie das Gewitter in der Wolke, schrieb Jean Améry 1969 in seinem Aufsatz über den „ehrbaren Antisemitismus“ - der damit schließt, daß es keinen ehrbaren Antisemitismus geben könne, denn was der Antisemit, wie immer er auch auftrete, im Sinn habe, (...)

Streifzüge, Heft 2/2002

Der Meldereiter: Über Günther Anders

Von einem der erst kommen wird — einige heillose Bewunderungen
Juni
2002

Für Fritz Herrmann Aber wo wäre eine Antwort je auf der Höhe ihrer Frage gewesen? Günther Anders (1902-1992) war wohl einer der ersten gewesen, der gestern nicht mehr die Fragen von vorgestern gestellt hat. Der, der fragte, wo andere keine Fragen mehr hatten, oder: noch nicht einmal. Ein (...)

Streifzüge, Heft 3/2002

Eine kleine Bemerkung zur Liebe

Oktober
2002

Das Meer, das Feuer und die Frauen … Hellenischer Spruch (für Männer) Anstelle einer verschwundenen Widmung: Einen Menschen kennt einzig nur der, welcher ohne Hoffnung ihn liebt. Walter Benjamin, Einbahnstraße In dem zwiespältigen Verhältnis der Liebe zur Welt gründet es, dass die Zeit die einzige (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

Fan und Führer

Anregungen zu einer Typologie des affirmativen Unwesens
 
2004

Warum Halbgott sein wollen? Warum nicht lieber Vollmensch? (Arnold Schönberg) Wenn wir den grassierenden Populismus in seinen verschiedenen, nicht nur politischen Varianten analysieren, dann sollten wir uns mehr um dessen kulturindustriellen Kern kümmern (Medien, Vergnügungsindustrie, Mode, (...)

Context XXI, Heft 6-7/2004

Deutsche Geschichtsarbeit

Oktober
2004

Nicolas Berg macht die deutsche historische Forschung zur Shoah zum Gegenstand seiner historischen Forschung. Manchmal kann die Historiographie die Philosophie einholen. 1962 schrieb Max Horkheimer, dass „das Schuldbekenntnis der Deutschen nach der Niederlage des Nationalsozialismus 1945 (…) (...)

Café Critique, Jahr 2007

Le dieu caché

Zur Kritik liberaler Anthropologie
Januar
2007

„Viel Unheimliches birgt die Welt / Das Unheimlichste ist der Mensch.“ Der Chor der Sophokleischen Tragödie war noch imstande, vom Menschen in der bloßen Einzahl zu erzählen, um darin Gewalt und Potential der Gesellschaft selber zum Ausdruck zu bringen. Heute aber, wenn der Chor des gesunden (...)

Streifzüge, Heft 41

Über den Horizont unserer Handlungen

Aus den nachgelassenen Briefen des André Gorz
November
2007

ZUM ZEHNTEN TODESTAG Anstatt noch einen weiteren Nachruf nachzureichen, haben wir uns entschlossen, einige Passagen aus den Briefen des André Gorz an Franz Schandl und Andreas Exner zu veröffentlichen. Gorz soll also noch einmal selbst zu Wort kommen. Die Auszüge wurden äußerst behutsam redigiert. (...)

FORVM, Günther Anders-Bibliographie

Vorbemerkung des Herausgebers

April
2014

Das bevorstehende Erscheinen von Günther Anders, Die Kirschenschlacht, deren erste Transkription aus der Handschrift Heinz Scheffelmeier 1994 oder ’95 vorgenommen hatte, war der Anlass, im Dezember 2011 wieder Kontakt zu ihm aufzunehmen. Er, seinerseits, nahm sogleich die Arbeit an der (...)

Streifzüge, Heft 64

Von der Deindustrialisierung zur Deklassierung*

Zur Kategorisierung schwindender Industriebelegschaften
Juni
2015

Unter Deindustrialisierung verstehen wir einen Schrumpfungs-, Zerschlagungs- und Liquidierungsprozess des industriellen Potenzials (Arbeitskräfte, Maschinen, Gebäude, Know-how). Zentral ist der Verlust von Industriearbeitsplätzen, die von der Industrie selbst nicht kompensiert werden können. (...)

FORVM, Günther Anders-Bibliographie

Bibliographie Günther Anders

Geboren als Günther Stern am 12. Juli 1902 in Breslau, gestorben in Wien am 17. Dezember 1992
Oktober
2015

Günther Anders-Bibliographie 1924-2012 — mit einem Anhang: Materiali per una Bibliografia italiana di Günther Anders 1962–2013

Streifzüge, Heft 65

Symmetrische und asymmetrische Kriege

Teil I — Von entfesselter Konkurrenz und Atomwaffen
November
2015

„Ich geh mit meiner Laterne“ (Kinderlied) Eigentlich leben wir in einer schönen Welt. Ein ausreichendes Maß Ressourcen an Naturstoffen, hochtechnologisierte Produktionsmittel und die historisch gewachsenen menschlichen Fähigkeiten könnten für alle Menschen ein gutes, genussvolles Leben frei von Armut (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Der Schleier des Abendlands

Erkundungen im Reich des männlichen Blicks
August
2016

Aus aktuellem Anlass Kleider machen Leute, zweifellos. Insbesondere freilich Frauen. Ob Orient, ob Okzident, ob Islam, Christentum oder Kulturindustrie: Kleidungsnormen betreffen Frauen um vieles extensiver und restriktiver als Männer. Es gleicht einem überkonfessionellen patriarchalen (...)

Streifzüge, Heft 69

Die affirmative Revolte

Vom österreichischen Ausnahmefall zum europäischen Paradigma
April
2017

Was als alpenländische Absonderlichkeit seinen Anfang nahm, hat sich in den letzten Jahren zu einem gesamteuropäischen Phänomen ausgewachsen. Der sogenannte Rechtspopulismus ist mittlerweile von veritabler Größe. Auch der Schlüsselstaat Deutschland scheint das im Eilzugstempo nachzuholen. Prototyp (...)

Streifzüge, Heft 70

Das unschuldige Ding

Facetten und Tücken des Gebrauchswerts
August
2017

Frisch sind die Zweifel ja nicht. Macht der Begriff des Gebrauchswerts überhaupt Sinn? Und wenn ja, welchen? Sind Gebrauchswerte universeller Natur, zumindest von hoher ontologischer Härte, unbeeindruckt von verschiedensten Produktionsverhältnissen, eine eherne und unhintergehbare Größe von (...)

Streifzüge, Heft 70

Diktatur des Effizienzdenkens

September
2017

Wir leben in einer effizienzversessenen Gesellschaft, die, um möglichst viel Output in kürzestmöglicher Zeit auszuspucken, alle Lebensvollzüge bis zur Raserei auf Trab bringt. Die alte Einsicht, dass alles, was gut getan sein soll, seine Zeit braucht, dass es ein angemessenes, stimmiges Verhältnis (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Nicht genügend kontrovers

Oktober
2018

Warum aus Günther Anders’ Nachlass nichts im Tumult erscheint. Zuerst erschienen in: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik, Heft 6, Wien und Freiburg, Frühjahr 2015, Seite 233 – 241 Auf Grundlage einer kursorischen, doch sorgfältigen Einschau in vier der bisher sechs erschienenen Ausgaben der (...)

Beiträge von Günther Anders
FORVM, WWW-Ausgabe

Über Rilke und die deutsche Ideologie

Zu Poetik. Sept. 48
 
1948

Aus dem Nachlass. Zuerst erschienen in: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik Wien und Freiburg, Heft 7, Herbst 2015, Seite 109–131 Las, wie ich zufällig feststellte, genau 50 Jahre nach seinem Erscheinen wieder einmal den Cornet. Der degout, der mir nach dieser Köstlichkeit im Gaumen (...)

FORVM, No. 126/127

Ein Meinungsaustausch in Sachen demokratischer Gesinnung

nebst einem Briefe von Robert Jungk
Juni
1964

Im Aprilheft des FORVM erschien unter dem Titel „Das Unbehagen in der Gesinnung“ eine Glosse von Friedrich Torberg die sich mit den politischen Aspekten zweier im Volkstheater aufgeführter Zeitstücke — „Sonderurlaub“ von Gerd Oelschlegel und „Gilda ruft Mae West“ von Michel Parent — auseinandersetzte. (...)

FORVM, No. 186/187

Nach dem Frieden in Vietnam

Juni
1969

Den nachfolgenden Text mit dem Titel „Die unakzeptable Hilfe“ unterbreitete G. A. der Stockholm Conference on Vietnam, 16. Mai 1969. G. A. ist Mitglied des von Bertrand Russell initiierten Kriegsverbrechertribunals (vgl. CSSR: Moskaus Vietnam. Erklärung des Stockholmer Kriegverbrechergerichtes, 1. (...)

FORVM, No. 192

Auschwitz auf lateinisch

Dezember
1969

FORVM, No. 193

Anklage eingeengt ...

Januar
1970

FORVM, No. 193

... Anklage ausgedehnt

Januar
1970

FORVM, No. 195/II

Tote zum Frühstück

Zur Psychopathologie der Massenmedien und ihrer Konsumenten am Beispiel der Berichterstattung über Vietnam
März
1970

FORVM, No. 280/281

Die Konsequenzen der Konsequenzen der Konsequenzen

Jedes Kraftwerk ist eine Bombe
März
1977

FORVM, No. 349-351

FORVM des FORVMs

März
1983

FORVM, No. 352/353

Freudig nach Birkenau

April
1983

Der neugegründeten österreichischen Sektion von »Ärzte gegen den Atomkrieg« (Präsident: Univ. Prof. Walter Swoboda, Sekretariat: Margaretha Killer, II. Medizinische Universitätsklinik, Garnisongasse 13, 1090 Wien , 4800 2190) widmet G.A. seinen nachstehenden Dialog aus dem 3. Band der Ketzereien (im (...)

FORVM, No. 354/355

Anklagen

Juni
1983

FORVM, No. 354/355
Aufruf in Praxis und Krankenhaus

Liebe Patienten!

Juni
1983

FORVM, No. 356/357

Der begrenzte Atomkrieg

Ein zweiteiliges Interview, das nicht zustande kam (1982)
August
1983

FORVM, No. 356/357

Vermummungen • Die Vulgärsten

August
1983

FORVM, No. 358/359

Si vis pacem para pacem

November
1983

„Kühle Atommitteilungen‚ Fragen, Thesen, Warnungen und Ratschläge für den Herbst 1983“ — so kennzeichnet Adorno-Preisträger Anders seine nachstehende Rede, die er für das Dritte Forum der „Krefelder Initiative“ (17. September in Bad Godesberg) auf Band gesprochen hatte. Der pragmatische Schlußteil wurde (...)

FORVM, No. 358/359
10.4.1916 — 18.9.1983

Friedrich Heer

SVS DOMINI* †
November
1983

FORVM, No. 358/359

An Reagan • 3 Minuten

November
1983

FORVM, No. 358/359

Drei Thesen zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Lech Walesa

November
1983

FORVM, No. 358/359

Der Reichtstagsbrand von 1983

Fünf Thesen zum Koreazwischenfall
November
1983

FORVM, No. 360

Zwei Briefe

Dezember
1983

Kerzenmarsch & Weihespiel

FORVM, No. 360

Die unmoralischen Lichtstrahlen

Dezember
1983

FORVM, No. 360

Kassandra

Dezember
1983

FORVM, No. 360

Warnung künftiger lnterviewer

Dezember
1983

FORVM, No. 361/363

Der Tatort

März
1984

I. Am 12. Februar 1984 sind österreichische Rekruten vor dem Gemeindehaus »Karl Marx-Hof« vereidigt worden. Das bescheidene Pfeifkonzert, das sich während dieser Zeremonie erhoben hat, ist nicht etwa nur berechtigt gewesen, sondern, wie chaotenhaft das auch klingen mag, viel zu brav. Denn die (...)

FORVM, No. 364/365

Das Gespenst der Toleranz

April
1984

Anlass dieses Beitrags war die — bis dato rechtsgültige! — Beschlagnahme des Films von Herbert Achternbusch „Das Gespenst“ am 18. November 1983 kurz vor der Erstaufführung in Österreich. Kurz vor Erscheinen dieses Heftes entzog der regierende Günther Nenning dem redigierenden G.O. diese Funktion; (...)

FORVM, No. 371/373

„Kopf gegen Geweih“

Januar
1985

FORVM, No. 395/396

Notstand und Notwehr
Das Ende des Pazifismus

Ein imaginäres Interview
Januar
1987

FORVM, No. 395/396

To kill

Eine sprachkritische Glosse
Januar
1987

FORVM, No. 397/398

Reicht der gewaltlose Protest?

April
1987

FORVM, No. 397/398

Lieber Helmut

April
1987

FORVM, No. 411/412

Ultima

Notizen aus dem Hospital 1987
März
1988

FORVM, No. 413/414

Ultima (II)

Der Schreibblock
Mai
1988

FORVM, No. 413/414

Die Augenbinde der Justitia

5 philosophische Überlegungen anläßlich des Prozesses gegen Robert Jungk
Mai
1988

FORVM, No. 415/416

Die Irrelevanz des Menschen

Juli
1988

In fünf Stücken: Vier Interviews, gefolgt von einem nicht geschriebenen Brief.

FORVM, No. 420-422

Die gewonnene Wette

Dezember
1988

FORVM, No. 420-422

Der ungeglaubte Unglaube

Dezember
1988

FORVM, No. 423/424

Der Erdstoß

Ultimum
März
1989

FORVM, No. 423/424

Sprache und Endzeit

März
1989

§ 1. Die Apokalypse-Stummheit Für das Enorme war plausiblerweise die normale menschliche Sprache nicht „gemacht“, auf dessen Benennung, Darstellung und Bewältigung nicht vorbereitet. Der Aufgabe, das Maß- und Grenzenlose, mit dem wir uns seit 1945 pausenlos konfrontiert wissen — nein: eben kaum (...)

FORVM, No. 426/427

Sprache und Endzeit (II)

Juni
1989

Teil I erschien in FORVM Nr. 423/424, März 1989. § 3. Das Faktum als Fatum Obwohl Heidegger zu den ersten Denkern gehört hat, die die Großtechnik, namentlich die atomare, als das Problem von heute, nein, als unser möglicherweise endgültiges Verhängnis, durchschaut hatten, hat er es doch niemals (...)

FORVM, No. 428/429

Sprache und Endzeit (III)

Aus dem Manuskript für den dritten Band der „Antiquiertheit des Menschen“
August
1989

Teil I erschien hier im März, Teil II im Juni. § 6 Die Beschränktheit der Experten Arbeitsteilung idiotifiziert Um den Gedanken in Betracht zu ziehen, gegenüber ihrer eigenen Sprache und gegenüber der Weltsituation, die durch ihre Sprache nun einmal entworfen und vorausgesetzt wird, Skepsis (...)

FORVM, No. 430/431

Sprache und Endzeit IV

Aus dem Manuskript zum Dritten Band der „Antiquiertheit des Menschen“
November
1989

Die Teile I bis III sind erschienen in den heurigen Heften März/April, Mai/Juni und Juli/August.

FORVM, No. 432

Sprache und Endzeit (V)

Aus dem Manuskript zum Dritten Band der „Antiquiertheit des Menschen“
Dezember
1989

Die Teile I bis IV erschienen heuer in den Heften März/April, Juni/Juli, Aug./Sept und Okt./Nov.

FORVM, No. 433-435

Sprache und Endzeit (VI)

März
1990

Aus dem Manuskript zum Dritten Band der „Antiquiertheit des Menschen“ Die Teile I bis V erschienen 1989 in den Heften März/April, Juni/Juli, Aug/Sept, Okt/Nov und Dezember.

FORVM, No. 436-438

Notizen aus dem Tagebuch.
Heiratsannoncen.

April
1990

Die Fortsetzung von „Sprache und Endzeit“ (Teil VII) ist fürs nächste Heft geplant.

FORVM, No. 436-438

Das verspielte Außerhalb

April
1990

FORVM, No. 439-441

Das große Einmaleins

Juli
1990

FORVM, No. 442/443

Der Hippokratische Streik

Oktober
1990

FORVM, No. 444

Blindschleiche und Parsifal

Natur und Kultur in meiner Kindheit
Dezember
1990

FORVM, No. 445-447

Blindschleiche und Parsifal

Natur und Kultur in meiner Kindheit
März
1991

Zweite von drei Folgen (Die erste Folge erschien im Dezember-Heft)

FORVM, No. 452-454

Unterricht im Lügen

Juli
1991

Von 1931 an bis 1936 schrieb Günther Anders ein mittlerweile legendäres, gleichwohl bis dato unbekanntes Buch: „Die molussische Katakombe“. Wir bringen hier aus der stark gekürzten Fassung von 1938 das Kapitel mit den Gesprächen der Gefangenen Olo und Yegussa vom 33. bis zum 36. (...)

FORVM, No. 455

Zurück zur Natur

Oktober
1991

Vorabdruck aus der Molussischen Katakombe in der Fassung von 1938, die im kommenden Frühjahr bei C.H. Beck, München, erstmals erscheinen wird. Hier die Gespräche der Gefangenen am 10. und 11. Tag.

FORVM, No. 456

Die Antiquiertheit der Erfahrung und des Alters

Dezember
1991

Wir halten unsere Ankündigung, den Vorabdruck der „Molussischen Katakombe“ fortzusetzen, nicht ein, weil dieses Buch im Frühjahr — es wird wie Weihnachten sein — bei C.H. Beck erscheint, und weil G.A. uns die folgenden Tagebuchnotizen und Stücke für den Dritten Band der „Antiquiertheit des Menschen“ (...)

FORVM, No. 458/459

»Die Molussische Katakombe«

März
1992

G.A. bereitete dieses Buch 1931 bis 36 für die Herausgabe vor. 1938 stellte er eine radikal gekürzte Fassung her, die soeben bei C.H.Beck in München erscheint. Wir bringen hier die erste Fassung des Vorworts von ’36, der Vergleich zeigt, (...)

FORVM, No. 460/461

Watschentanz mit Höflichkeiten

Mai
1992

Ehrendoktorate verkauft die Uni von Klagenfurt an deutsche Schraubenfabrikanten. Die Wiener Alma Mater verleiht die ihren noch gratis. Nicht nur an Chef-Ariseure. — Um sich zu schmücken, sogar an Leute, die es verdienten. Wenn sie alt genug sind, um sie für weich genug geworden zu (...)

FORVM, No. 462-464

Dank

Juli
1992

FORVM, No. 462-464

Die Antiquiertheit des Proletariats

Juli
1992

Diesen wahrscheinlich 1977 geschriebenen, ursprünglich für den zweiten, dann für den dritten Band der »Antiquiertheit des Menschen« vorgesehenen Text hat G.A. zu Pfingsten 1992 für uns nochmals durchgesehen. § 1 Animal Regionale „Von ‚Proletariat‘ kann heute nicht mehr die Rede sein“, erklärte gestern (...)

FORVM, No. 462-464

Trottel, trottelhaft

Juli
1992

FORVM, No. 469-472

Beiläufiges

April
1993

FORVM, No. 469-472

Gegen As dur*

12. 6. 1992
April
1993

FORVM, No. 469-472

Die Invasion

1957
April
1993

FORVM, No. 480

Sieg des Methodenmangels

Zu Sieg des Nationalsozialismus, Paris 1933 — Versuch einer Selbstverständigung [I]
Dezember
1993

FORVM, No. 485/486

Anthropologie der Arbeitslosen

Paris 1933. Erste Woche Emigration
Juni
1994

Die nachstehenden Überlegungen schrieb der Autor als zweiten Teil seines »Versuchs einer Selbstverständigung«; der erste, etwas längere und gleichfalls unfertige »Sieg des Methodenmangels. Zu Sieg des Nationalsozialismus« erschien im Heft Dezember 1993. Wir geben wieder — unkommentiert, unsortiert (...)

FORVM, No. 487-492

Die Wahrheit wird transportiert

Dezember
1994

Molussische Apokryphe über das Blamieren Vor 1938, für den Druck überarbeitet 1973 Nicht aufgenommen in die Buch-Ausgabe: Die Molussische Katakombe, München 1992 (Ans Ende.) »Der Dritte«, so erzählte Olomonokoro, »der die Ewigkeit der Ideen leugnete und die Ideen zu Interesseworten der Machtgruppen (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Die Totenpost

Elegien 1945-1952
 
2000

Nach fünfzehnjährigen Irrfahrten standen im Jahr 1946 die mit Briefen und Bildern der letzten Geschlechter erfüllten Fässer in seinem New Yorker Zimmer. — Aus dem Nachlaß.

Streifzüge, Heft 37

Verbotene Kritik

Aus dem Manuskript zum Dritten Band der „Antiquiertheit des Menschen“
Juni
2006

Streifzüge, Heft 50

Entfremdung?

Oktober
2010

Streifzüge, Heft 53
2000 Zeichen abwärts

Die Nehmer

Oktober
2011

Streifzüge, Heft 61

Apokalypse ohne Reich

Juni
2014

Streifzüge, Heft 61

Die Apokalypse-Stummheit

Juni
2014

FORVM, WWW-Ausgabe

Kulturwert und Wahrheit widersprechen einander

Juli
2014

Mit der nachstehenden Überlegung gibt uns G. A. einen Schlüssel zum Verständnis, worauf der sogenannte religiöse Fundamentalismus beruht: Dieser betrachtet Religionen nicht als Kulturwerte, sondern die eigene als Wahrheit, alle anderen als verderbliche Unwahrheiten, denen er eben deshalb nicht mit (...)

FORVM, WWW-Ausgabe

Drei poetische Nachträge aus dem Nachlaß

Oktober
2015

1. Zu: Molussische Katakombe 2. Zu: Lieben gestern 3. Zu: Tagebücher und Gedichte

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Über das Haben

Sieben Kapitel zur Ontologie der Erkenntnis
Oktober
2018

Erschienen 1928 unter dem Geburtsnamen Günther Stern, fußt dieses erste Buch des Verfassers auf seiner unveröffentlichten Dissertation Die Rolle der Situationskategorie bei den „logischen Sätzen“. Erster Teil einer Untersuchung über die Rolle der Situationskategorie, Freiburg im Breisgau (...)

FORVM, WWW-Ausgabe
Erstveröffentlichung

Löwith-Besprechung (1942)

Karl Löwith, Von Hegel bis Nietzsche, Zürich/New York (EV) 1941 Faksimile des originalen Typoskripts
Dezember
2018

Diese Löwith-Besprechung ist zusammen mit der zugehörigen Korrespondenz, insbesondere zwischen Anders und Löwith (soweit erhalten), in „sans phrase“ erschienen. Dort wird auch erklärt, was es mit den heftigen redaktionellen Strichen im Manuskript auf sich hat, die der Grund waren, warum diese (...)

FORVM, WWW-Ausgabe
Marginalien

Unsinn des Sinnbegriffes

Mai
2019

Zuerst erschienen in: „Akzente“, Zeitschrift für Literatur herausgegeben von Michael Krüger in München Heft 5/Oktober 1982, 3. Umschlagseite „Ich halte das nicht mehr aus!“ jammerte ein Einzelrädchen, das, völlig frei und in seinen Handlungen und Unterlassungen durch nichts und niemanden bestimmt oder (...)

FORVM, Günther Anders Archiv
Als Juror des Russell-Tribunals 1967

Nürnberg und Vietnam

Synoptisches Mosaik
Juni
2019

Zur Lektüre empfohlen wird das zunächst stehende PDF des Originaldrucks. Der darunter stehende, nicht synoptisch und auch sonst unformatierte Text dient nur der Such-Funktion, die systembedingt keine PDFs durchsucht. „Von euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen (...)

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Unvereinbar konvergent

Anders und Adorno

Über die Esoterik der philosophischen Sprache et alia
Mai
2020

Wie die ambivalente Beziehung der beiden Philosophen wechselseitig begründete Wertschätzung mit ebensolcher Feindseligkeit, wenn nicht Verachtung mischt, sollen diese Beiträge nachzeichnen. Am Anfang steht der peinlichste Auftritt, den ein philosophisches Seminar je erlebt haben dürfte. Der Block (...)